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Kommentar: Zu spät das Gespräch gesucht

Kommentar : Zu spät das Gespräch gesucht

Die Verwaltung hatte gehofft, dass sie mit der Abschiebung von Adnan Harb den Deckel der Akte schließen kann. Mit einer Solidarität solchen Ausmaßes hatte sie nicht gerechnet und klagt jetzt über Kübel voller Schmutz, die über sie geschüttet würden.

Sie hätten die Fakten viel früher auf den Tisch legen müssen, die letztendlich zur Abschiebung geführt haben.

Vielleicht wäre die dann aber gar nicht mehr nötig gewesen, weil Unklarheiten ausgeräumt worden wären, oder aber beim Vollzug wäre die Entscheidungsgrundlage eher nachvollziehbar gewesen.

Jetzt zu behaupten, die Bürger und die Ausländerrechtliche Beratungskommission wollten das doch gar nicht verstehen, ist eine Provokation. Der ABK mangelnde Sachkenntnis zu attestieren, ist eine verbale Ohrfeige. Und zu behaupten, die Kritik an der Ausländerbehörde sei gezielt gesteuert, gleicht einer Verschwörungstheorie.

Die Verwaltung beteuert doch selber, sie arbeite an der Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Das wäre nicht nötig, wenn alles gut liefe.

yvonne.brandt@wz.de