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Zoll in Krefeld erwischt Schwarzarbeiter: 16 Millionen Euro Schaden

Bilanz : Zoll in Krefeld erwischt Schwarzarbeiter: 16 Millionen Euro Schaden

Das Hauptzollamt in Krefeld spült insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in einem Jahr in die Staatskasse. Eine aktuelle Bilanz macht deutlich, in welchen Dimensionen der Kampf gegen Drogen, Schwarzarbeit und andere kriminelle Bereiche geführt wird.

Das Hauptzollamt Krefeld hat seine Bilanz für das Jahr 2018 vorgestellt. Demnach nahmen die Fahnder insgesamt 1,08 Milliarden Euro für die Kassen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union ein. Zudem wurden 88 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt und ein Schaden von 16 Millionen Euro im Bereich der Schwarzarbeit ermittelt.

„Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung 2018 insgesamt 1329 Außenprüfungen durch“, teilt Rainzer Wanzke, Pressesprecher des Krefelder Hauptzollamtes mit. Davon entfielen auf die Kontrolle des Mindestlohnes 1196 Prüfungen. Zusätzlich wurden 2018 noch 788 Arbeitgeber in allen Brangen überprüft. Als Ergebnis der Kontrollen leitete die FKS 3083 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie 322 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten  ein. Die Höhe der durch das Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 2018 233 308 Euro. Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf etwa 16,0 Millionen Euro.

56 Kilogramm Haschisch und
8000 Ecstasy-Tabletten gefunden

Die Kontrolleinheit Verkehrswege mit Sitz in Nettetal-Kaldenkirchen stellt die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs sicher. Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit sind die Bekämpfung von Drogenschmuggel, Produktpiraterie und Steuerhinterziehung.

Im Jahr 2018 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 88 Kilogramm Rauschgift sowie über eine halbe Tonne nicht zugelassener Feuerwerkskörper sicher. Dabei führten sie über 10 000 Personenkontrollen durch.

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Die Zöllner aus Kaldenkirchen zogen rund 18 Kilogramm Marihuana, 56 Kilogramm Haschisch, zehn Kilogramm Amphetamin und über 8000 Stück Ecstasy-Tabletten aus dem Verkehr. 38 Personen wurden aufgrund von Drogendelikten festgenommen.

Die Ahndung aufgedeckter Verstöße gegen Rechtsvorschriften des Zoll- und Verbrauchsteuerrechts sowie gegen Einfuhrverbote (z.B. verbotene Waffen, Artenschutz, Marken- und Produktpiraterie) ist ebenfalls eine Aufgabe des Hauptzollamtes Krefeld. Mehr als 6900 Strafverfahren sind aus diesem im Jahr 2018 eingeleitet sowie Bußgelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro verhängt worden.

(red)