Zahlen und Fakten Das ist die Bilanz des Hauptzollamts Krefeld für 2019

Krefeld · Das Hauptzollamt Krefeld hat Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2019 veröffentlicht. So wurden etwa 94 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt und 10 Millionen Euro Schadenssumme durch Schwarzarbeit ermittelt.

 Symbolbild

Symbolbild

Foto: dpa/Andreas Arnold

Neben den klassischen Aufgaben des Zollamts standen die Bekämpfung von Drogen-, Bargeldschmuggel und Steuerhinterziehung sowie der Schwarzarbeit im Fokus. „Auch, wenn wir in Zeiten der Corona-Pandemie andere Sorgen haben, sollten die guten Ergebnisse des letzten Jahres Beachtung finden“, sagte Jörg Danschewitz-Ludwig, Leiter des Hauptzollamtes Krefeld. Die erfolgreiche Bilanz beruhe auf dem täglichen engagierten Einsatz der rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptzollamtes.

Das Zollamt kämpft gegen die Schwarzarbeit

Insgesamt wurden 2019 1364 Außenprüfungen durchgeführt. Zusätzlich wurden 2019 noch 845 Arbeitgeber (2018: 788) in allen Branchen überprüft. Als Ergebnis der Kontrollen wurden 3594 Ermittlungsverfahren (2018: 3083) wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie 332 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (2018: 322) eingeleitet. Die Höhe der durch das Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 2019 386.419 Euro (2018: 233.308).

Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf etwa 10,7 Millionen Euro (2018: 16,0). Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt 255 Jahren (2018: 80,5) und sprachen Geldstrafen von 1,2 Millionen Euro (2018: 972.375) aus.

Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung

Im Jahr 2019 stellte die Kontrolleinheit des Zollamts mehr als 94 Kilogramm (2018: 88) Rauschgift sowie bei Bargeldkontrollen bei der Ein- und Ausreise aus einem EU-Mitgliedstaat über 1,4 Millionen Euro Bargeld sicher. Insgesamt führten sie dabei 10.183 Personenkontrollen durch. Die Zöllner aus Kaldenkirchen beschlagnahmten rund 29 Kilogramm Marihuana, 49 Kilogramm Amphetamin, neun Kilogramm Kokain und über fünf Kilogramm Crystal. Zwölf Personen wurden aufgrund von Drogendelikten festgenommen.

Corona sorgte schon im Winter für einen Rückgang bei Abfertigungszahlen im Postversand

Die Post-Zollstellen der Zollämter Mönchengladbach, Neuss und Krefeld-Uerdingen fertigen jährlich bis zu 30.000 Postpakete ab, die aus Ländern kommen, die nicht zur Europäischen Union gehören. Durch die bereits in China ausgebrochene Corona-Pandemie zeichnete sich bereits in den Monaten November und Dezember 2019 ein Rückgang bei den Abfertigungszahlen im Postversand ab, sodass die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht werden konnten. In 418 Fällen mussten die Zöllnerinnen und Zöllner der vier Zollämter die Aushändigung der Postpakete aufgrund von nicht erlaubt eingeführten Markenfälschungen verweigern. Betroffen waren 64.071 Artikel mit einem Volumen von über 600.000 Euro. Die hierbei am häufigsten beschlagnahmten Gegenstände waren Körperpflegeprodukte und Spielzeug, dicht gefolgt von Schuhen und Bekleidung. Die Waren wurden hauptsächlich im Internet bestellt und kamen zu 70 Prozent aus China.

So hoch waren die Steuereinnahmen

Das Hauptzollamt Krefeld hat im Jahr 2019 rund 2,8 Milliarden Euro (2018: 1,08) für die Kassen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union eingenommen. Die Haupteinnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Stromsteuer mit rund 334.9 Millionen Euro (2018: 238,3) den größten Anteil aus. Die Energiesteuer schlug mit 160,2 Millionen Euro (2018: 136,4) zu Buche. Die Einnahmen aus der Branntweinsteuer betrugen 64,1 Millionen Euro (2018: 60,3). Die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer betrug 1,34 Millionen Euro (2018: 1,3 Mio.). Im Bezirk des Hauptzollamtes Krefeld sind rund 898.444 Fahrzeuge gemeldet.

An Einfuhrumsatzsteuer wurden 683,3 Millionen Euro (2018: 309,6) vereinnahmt. Die erhobenen Zölle, die an die Europäische Union abgeführt werden, betrugen im abgelaufenen Jahr 99,3 Millionen Euro (2018: 104,8). Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Nordrhein-Westfalen rund 4,6 Millionen Euro (2018:5,1) ein.

(red)