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Zahl der Einbrüche in Krefeld sinkt - Polizei warnt trotzdem

Beratung am Wochenende : Die Zahl der Einbrüche in Krefeld ist zurückgegangen

222 Fälle registrierte die Polizei in diesem Jahr bis Ende September. Im Vorjahr waren es fast doppelt so viele. Grund zur Entwarnung gibt es trotzdem nicht.

Am Wochenende beginnt mit der Zeitumstellung die dunkle Jahreszeit  – und damit die Einbruchszeit. Die Polizei Krefeld macht auch in diesem Jahr mit bei der Kampagne gegen Wohnungseinbruch „Riegel vor! – Sicher ist sicherer“, auch wenn die Fallzahlen der Einbrüche  gegenüber dem Höchststand aus dem Jahr 2015 sinken. Waren es damals in Krefeld noch 1118 Fälle im Kalenderjahr, lag die Zahl für 2020 nur noch bei 577. Das sind nahezu 50 Prozent weniger Einbrüche. Von diesen 577 Fällen waren knapp die Hälfte Einbruchsversuche.

Dieser Trend setzt sich laut Polizei auch in diesem Jahr deutlich fort. Bis Ende September registrierte die Polizei Krefeld demnach nur noch 222 Fälle. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 398 und im Jahr 2019 lagen sie sogar bei 346. „Einbruchversuche führen aber manchmal zu einem unschönen Nebeneffekt, der die Zahlen insgesamt steigen lässt“, teilt die Polizei mit: „Erfolglose Täter versuchen es so lange weiter, bis sie ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt haben.“ Ein Beispiel aus Hüls zeige, dass ein Täter zunächst bei drei Einbruchsversuchen scheiterte und erst der vierte für ihn erfolgreich war.

Ein Grund, warum die Zahlen in Krefeld sinken: Die Stadt belegt im Landesvergleich bei den Einsatzreaktionszeiten im Bereich Einbruch (Täter am Ort) seit Jahren regelmäßig einen der besten Plätze. „Dass die Beamten so schnell am Einsatzort sein können, liegt auch an der Aufmerksamkeit eines jeden Bürgers“, loben die Ermittler die Beobachtungsgabe der Krefelder. Wenn verdächtige Feststellungen der Polizei über den „Notruf 110“ rasch gemeldet würden, könne die Polizei auch schnell vor Ort sein.

Nach der Polizeistatistik sind Freitage und Samstage die „beliebtesten“ Tage der Einbrecher, bevorzugt zwischen 16 und 20 Uhr. Bei Einfamilienhäusern sind vor allem Terrassen- und Balkontüren Ziel der Einbrecher, in Mehrfamilienhäusern  Wohnungstür und Fenster fast gleichermaßen. Dabei „laden dunkle Häuser und Wohnungen die Einbrecher  ein“. Das Aufhebeln von Türen und Fenstern sind bevorzugte Methoden. Daher rät die Polizei zu abschließbaren Griffen, Mehrfachverriegelungen, Querriegeln und Profilzylindern. Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder sind laut Polizei ebenso effektiv wie automatisch gesteuerte Rolladenantriebe sowie zeitgesteuerte Lichtquellen im Haus. Mehr Tipps zum Einbruchsschutz gibt die  Beratungsstelle  der Kriminalprävention am Wochenende  (siehe Kasten). Red