Wohnungen statt leerer Läden

Wohnungen statt leerer Läden

77 Prozent der Wohnungen sind laut Haus & Grund in Privatbesitz.

77 Prozent der Wohnungen in der Stadt Krefeld befinden sich im Besitz privater Immobilieneigentümer. „Allein die Mitglieder von Haus & Grund Krefeld sind im Besitz von circa 20 Prozent aller Wohnungen in der Stadt Krefeld“, sagt Geschäftsführer Michael Heß. Wie auch die Wohnstätte Krefeld mit ihrem gerade vorgestellten Wertschöpfungsbericht möchte Heß auf die Bedeutung und das Engagement der privaten Eigentümer aufmerksam machen.

Der Verband vertritt die Interessen von etwa 5000 privaten Immobilieneigentümern. Die investierten pro Jahr rund 120 000 Euro in ihre Gebäude. Das sichere und schaffe etwa 3000 Arbeitsplätze in Krefeld. Ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Durch die stabile Wertentwicklung von Immobilien tragen sie laut Heß zur nachhaltigen Vermögensbildung in Deutschland bei.

Eigentum soll nach Willen von Haus und Grund künftig wieder stärker gefördert, bei der Grunderwerbssteuer ein Freibetrag für selbst genutzte Immobilien gewährt werden. Mit Sorge beobachtet er die wachsenden Ladenleerstände vor allem in der Innenstadt, zum Beispiel an der Hochstraße zwischen Dreikönigenstraße und Südwall. „Uns fehlen tausende Wohnungen. Dort könnte ein Teil errichtet werden. Dazu muss die Fußgängerzone umgewidmet und neue Zuwege für die Anwohner zu ihren Wohnungen geschaffen werden“, schlägt Hess vor. Aktuell hat das Institut der deutschen Wirtschaft auf den Mangel an Zweiraum-Wohnungen auch in Krefeld hingewiesen (wie berichtet). „Sanieren ist billiger als neu bauen“, sagt Heß und verweist auf das Potential der zahlreichen Immobilien und Läden. yb

Mehr von Westdeutsche Zeitung