Wohnen und Arbeiten in der Kaserne Kempener Allee

Kempener Allee : Wohnen in der alten Kaserne

Offenlegung des Bebauungsplans noch vor Weihnachten geplant.

Von der Kempener Allee aus betrachtet, tut sich derzeit nichts auf dem seit Jahren verwaisten Kasernengelände. Hinter den Kulissen arbeiten jedoch die vom Düsseldorfer Investor beauftragten Büros Schwittmann und Bertrams sowie Lucas Architekten mit Hochdruck an dem Bebauungsplan. „Noch vor Weihnachten ist die Offenlage angezielt“, sagt Rainer Lucas. Er weiß um das ehrgeizige Ziel.

Die beiden Krefelder Architektenbüros haben die Erstellung von Masterplan, Bebauungsplan und die Genehmigungsplanung übernommen für die Sanierung, Umnutzung und Erweiterung der ehemaligen denkmalgeschützten Kaserne zum Wohn- und Gewerbepark. Unter dem Motto „Arbeiten und Wohnen in der ehemaligen Kaserne“ sollen auf der insgesamt 112 000 Quadrameter großen Fläche 450 Wohnungen, Büros, Versorgungseinrichtungen sowie ein Jugendzentrum und ein Kindergarten entstehen. Unter allen neuen Gebäuden und dem Exerzierplatz sind Tiefgaragen geplant. „Alte und neue Gebäude sollen eine gemeinsame Identität erhalten“, erläutert Lucas. Deshalb werden die Fassaden der alten Gebäude, der alte Baumbestand, die gepflasterte Allee und auch die Mauer erhalten bleiben.

Der Verlauf des B-Plan-Verfahrens ist vom Baugesetzbuch vorgeschrieben: Nach der militärischen Nutzung muss der Bereich durch einen neuen Bebauungsplan in ein Mischgebiet für Wohnen und Gewerbe umgewandelt werden. Im Flächennutzungsplan ist das bereits der Fall. 2008 wurde der einleitende Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans 737 gefasst. Das weitere Verfahren beinhaltet die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung mit der Möglichkeit, Bedenken oder Anregungen zu Protokoll zu geben.

Die alten Mannschaftsgebäude werden entkernt. „Die Bauanträge für einen Teil dieser Gebäude sind im Mai dieses Jahres schon eingereicht worden“, sagt Lucas. Weil es unter anderem wegen der Außenanlagen Abstimmungsbedarf zum gleichzeitig zu erstellenden Bebauungsplan noch gebe, hätten die Architekten das Verfahren zunächst jedoch gestoppt. Details müssten mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden.

Das Planungsamt der Stadt unterstützt laut Lucas die Architektenbüros. Deshalb ist er zuversichtlich, dass vielleicht noch im Oktober die zuständige Bezirksvertretung und in der Folge dann die weiteren zuständigen Ausschüsse die vollständigen Unterlagen vorliegen haben.

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