Serie Wo selbst gestandene Männer ihre kindliche Freude wiederfinden

Stadtteile · Mit historischen Aufnahmen von Karl Heinz Lengwenings wollen wir zum Miträtseln animieren

 Beim Bootfahren haben auch gestandene Männer ihre wahre Freude. Wo gibt es auch heute noch diese Gelegenheit in Krefeld?

Beim Bootfahren haben auch gestandene Männer ihre wahre Freude. Wo gibt es auch heute noch diese Gelegenheit in Krefeld?

Foto: Karl-Heinz Lengwenings

Peter Lengwenings hütet einen wertvollen Schatz. Einen, dessen Wert nur schwer zu beziffern ist und den viele doch gerne ihr Eigen nennen würden. Peter Lengwenings ist Herr über hunderttausende Schwarz-Weiß-Motive aus dem Krefelder Stadtleben von 1954 bis 1970, Herr über das Archiv seines Vaters, des Bildjournalisten Karl Heinz Lengwenings, der 2017 verstorben ist. Diesen Schatz teilt Peter Lengwenings in den nächsten Wochen und Monaten mit den WZ-Leserinnen und -Lesern in der neuen Serie „Bilder erzählen Stadtgeschichte“.

Die WZ wird dazu jeweils ein historisches Foto veröffentlichen und Sie dürfen miträtseln, welchen Ort oder welches Ereignis Karl Heinz Lengwenings fotografisch festgehalten hat. Die Auflösung erscheint dann mit Ihren Erinnerungen im nächsten Serienteil – da, wo es möglich ist, auch mit einer aktuellen Ansicht des Ortes, um zu sehen, wie er sich seither entwickelt und verändert hat.

Klar ist schon jetzt: Es gibt viel zu sehen. Denn Karl Heinz Lengwenings begleitete fotografisch und redaktionell – ab 1965 auch für die Westdeutsche Zeitung in Krefeld – alle Ereignisse und Aktivitäten in und um Krefeld. Neben dem aktuellen Tagesgeschehen waren das insbesondere gesellschaftspolitische, zeithistorische, kulturelle und sportliche Anlässe sowie Veranstaltungen, Festakte und Jubiläen. „Daneben fotografierte er außerdem freiberuflich für verschiedene überregionale Medien (Stern und Bild), für Unternehmen wie auch Privatkunden“, erzählt Peter Lengwenings.

Welches fotografisches Krefeld-Archiv sein Vater hinterlassen hat, wird ihm erst so richtig klar, als er vor fünf Jahren mit seinem Bruder dessen Haus ausräumt und – verpackt in Pappkartons – sämtliche Negative und Filmdöschen der Jahrgänge von 1954 bis 1970 findet. Samt des Pressestempels mit seinem Namen. In den Kartons auch Taschenkalender und zeitlich später – sauber auf DIN-A-4 Seiten mit Schreibmaschine getippt – alle Termine, wo er fotografisch im Einsatz war, dahinter mit der Nummer des jeweils entsprechenden Filmdöschens. „Das hilft mir sehr, die digitalisierten Fotos örtlich zuzuordnen und zu beschriften“, beschreibt Peter Lengwenings seine Recherche. Deren Ergebnis lässt sich inzwischen auf einer Internetseite nachvollziehen, die er seinem Vater gewidmet hat. Darauf ist dessen Vita nachzulesen sowie das fotografische Archiv nach Themen anzuschauen.

Für den ersten Teil der neuen Serie „Bilder erzählen Stadtgeschichte“ hat sich die Redaktion Motive zum Thema „Frühling/Ostern“ gewünscht. Peter Lengwenings hat nicht lange gebraucht, um eine große Auswahl zu schicken. „Unmittelbare österliche Motive“ konnte er unter den bereits digitalisierten Negativen zwar noch nicht finden, dafür aber eine Menge mit „Frühlingsimpressionen“. Passend zum bald startenden Monat April veröffentlichen wir deshalb an dieser Stelle eine Aufnahme von April 1967 und von einem Ort, der auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel für viele Krefelder ist. Wir wollen wissen: Wo war Karl Heinz Lengwenings, als er das Motiv der heutigen Schwarz-Weiß-Aufnahme festgehalten hat? Ganz gewiss an einem Ort, an dem selbst gestandene Männer ihre kindliche Freude wiederfinden. Vielleicht waren Sie schon einmal dort? Welche Erinnerungen haben Sie selbst an diesen Ort, und waren Sie dort vielleicht schon selbst mit dem Boot unterwegs?

Schreiben Sie uns, was Ihnen zum ersten Rätselfoto einfällt. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.

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