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Wo der Klimawandel in Krefeld bereits spürbar ist

Klimaschutz : Virtueller Stadtspaziergang zeigt Spuren des Klimawandels in Krefeld auf

Bei der Veranstaltung in der Volkshochschule am Mittwoch, 28. August, geht es um das Klimaschutzkonzept der Stadt. Es gibt auch eine Podiumsdiskussion.

Klimaschutz – ein Thema, das derzeit hoch und runter diskutiert wird, aber wird das in einem halben Jahr auch noch so sein? Hoffentlich, meint Thomas Visser, Umweltdezernent der Stadt Krefeld. Das Thema sei zu wichtig, um nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit zu geraten. „Klimaschutz muss in die Köpfe hinein und dann in den Köpfen bleiben“, sagt der Dezernent. Außerdem müsse auch ganz konkret etwas passieren. Damit das gelingt, erarbeitet die Stadt Krefeld derzeit ein Klimaschutzkonzept. Und dabei sollen möglichst viele Einwohner mit einbezogen werden.

Nach einer ersten öffentlichen Veranstaltung Anfang Juli und einer Online-Befragung steht am Mittwoch, 28. August, die zweite Veranstaltung an, zu der Krefelder Einwohner eingeladen sind. Los geht es im Foyer der Volkshochschule am Von-der-Leyen-Platz um 18 Uhr, Einlass ist eine Viertelstunde vorher. Der Klimawandel, seine Auswirkungen und die Anpassung an seine Folgen stehen diesmal im Mittelpunkt. „Dabei geht es auch um ganz praxisnahe Tipps“, sagt Irina Blaszcyk vom Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz der Stadt. „Denn der Klimawandel betrifft uns alle ganz konkret.“

Teilnehmer können sich
beraten lassen

Der Abend beginnt mit zwei Vorträgen. Zunächst stellt Tobias Kemper von der Energie-Agentur NRW dar, wo der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen bereits spürbar ist. Im Anschluss wird es dann ganz lokal. Stefanie Weiner vom Ingenieurbüro Infrastruktur und Umwelt aus Darmstadt nimmt die Teilnehmer mit auf einen virtuellen Stadtspaziergang durch Krefeld. Anhand von Plätzen, Hausfassaden und anderen Punkten möchte sie zeigen, wie es aktuell um den Klimaschutz in Krefeld bestellt und inwieweit die Stadt bereits vom Klimawandel betroffen ist. Dabei solle auch thematisiert werden, was die Stadt, aber auch was jeder Einzelne tun kann, heißt es.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ist eine etwa 45-minütige Podiumsdiskussion vorgesehen. Dabei soll die Frage, wie klimarobust sich Krefeld gestalten lässt, im Mittelpunkt stehen. Podiumsgäste sind Vertreter der Stadt und des Kommunalbetriebs, der Verbraucherzentrale sowie der Energie-Agentur NRW.

Etwa gegen 19.30 Uhr soll sich das Geschehen dann vom Foyer in den Muchesaal der VHS verlagern. Dort werden Stände aufgebaut, an denen Besucher sich zu verschiedenen Aspekten ganz konkret beraten lassen können. Themen an den Ständen sind unter anderem Haus und Grundstück, Folgen des Klimawandels für Wasser und Natur, die Auswirkungen auf die Gesundheit oder das geplante Klimaschutzkonzept der Stadt.

Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind nicht notwendig. Sie hoffe auf eine ähnlich gute Resonanz wie bei der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Thema Klimaschutz, sagt Irina Blaszcyk. Damals waren 130 Teilnehmer da. An der Online-Befragung der Stadt beteiligten sich nach Angaben von Blaszcyk ganze 800 Menschen. Als eines der bestimmenden Themen habe sich dabei bereits Mobilität herauskristallisiert. Auch jetzt sind Einwohner wieder dazu aufgerufen, ihre Themen, Ideen und Wünsche mit einzubringen. Im Foyer der VHS können Klebezettel an einen „Mitmach-Baum“ angebracht werden.