Wirtschaftsförderung erzielt starkes Ergebnis

Wirtschaftsförderung erzielt starkes Ergebnis

Gesellschaft verbucht 2017 rund 38 800 Quadratmeter verkaufte Gewerbeflächen und viele Neuansiedlungen.

Das vergangene Jahr ging für die Wirtschaftsförderer gut los. Bereits im Februar waren zwei Grundstücke mit rund 23 000 Quadratmetern veräußert. Mit insgesamt rund 38 800 Quadratmetern verkaufter Gewerbeflächen und einer ganzen Reihe von Neuansiedlungen erzielte die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WfG) insgesamt ein überdurchschnittliches Ergebnis in 2017. Das zeigt die Jahresbilanz. Zum Vergleich: Zwischen 2004 und 2016 lag der Durchschnitt der veräußerten Flächen bei unter 30 000 Quadratmetern.

Im Gegensatz zu anderen Gemeinden befinde sich die WfG in einer Luxussituation, da im Businesspark an der Fichtenhainer Allee noch mehr als 25 Hektar auf ihre Entwicklung warten, erklärte Geschäftsführer Eckart Preen. „Sollten sie in drei bis fünf Jahren auch veräußert sein, müssten neue Gewerbegebiete erschlossen werden.“

Die beiden Grundstücke wurden an „Dräger“ und „Kreitner“ verkauft. Preen: „Für den Notartermin mit Dräger mussten wir nach Lübeck fahren, so weit wie noch nie.“

400 Mitarbeiter werden ab April im Europark Fichtenhain B beschäftigt sein. Dort errichtet Dräger in direkter Nachbarschaft zum künftigen Nutzfahrzeugzentrum von Mercedes Herbrand den 14 Millionen Euro teuren Neubau.

Der Gladbacher Hardy Kreitner ist Investor, Bauherr und mit seinem Bürostandort bald auch „Bewohner“ des denkmalgeschützten Hauses im Campus Fichtenhain 67. Erst das erste, dann noch ein zweites Nachbargrundstück — insgesamt 6900 Quadratmeter — kaufte das HPZ an der Kommunikationsstraße. „Wenn wir die Straße fertig gebaut haben, wird die Buslinie 47 dort verkehren und für eine gute Erreichbarkeit sorgen.“

Die Wirtschaftsförderer sorgen aber nicht nur für diesen Straßenbau und eine gute ÖPNV-Anbindung, sondern auch, dass die Leute, die im Campus Fichtenhain arbeiten, gesund essen. Im Objekt CF 42 entsteht ein Bistro namens „Waschküche“. Das Fazit: „Der Europapark Fichtenhain B ist komplett verkauft, in A sind noch 7000 Quadratmeter zu haben.“

Zurück zu den originären Aufgaben der WfG: Neben der Veräußerung der Gewerbeflächen wurden beispielsweise 3700 Quadratmeter städtischer Fläche und 20 000 Quadratmeter privater Fläche an Herbrand vermittelt. Ein weiteres Beispiel ist „Expeditors International“, die mit 120 Mitarbeitern aus Ratingen kommen und seit November an der Oberschlesienstraße ansässig sind.

Wichtig für Neuansiedlungen und Bestandspflege ist ein schnelles Internet. „Ich habe drei Glasfaser-Unternehmerfrühstücke ausgerichtet“, erzählt Preen. Mit Erfolg. In Linn/Hafen, Bockum/Gartenstadt, Fichtenhain und Hafelsstraße wurden ausreichend Unternehmen gewonnen, um die Faser ab einer Verteilerstelle bis zur Firmentür zu legen. Sie erhalten durch die Deutsche Glasfaser Business GmbH Zugang zu Gigabit-Geschwindigkeit. Noch nicht dabei sind die Unternehmen an Heinrich-Malina- und Bischofstraße in Oppum und die südliche Untergath. Derzeit werde das Glasfasernetz geplant.

Der eigentliche Bau beginnt im dritten Quartal. Ende des Jahres soll alles fertig sein.

„Krefeld punktet noch mit günstigen Gewerbemieten“, erklärt der Geschäftsführer. „In Zentrumslage werden 9,50 bis 13 Euro verlangt.“ Obwohl der Gesamtbestand an Büroflächen erhöht wurde, ist die Leerstandsquote seit ihrer ersten Erhebung in 2011 um 2,5 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent gesunken. Was der Preis für Gewerbegrundstücke in Fichtenhain anbetrifft, werden 90 Euro pro Quadratmeter verlangt. „Tendenz steigend.“