1. NRW
  2. Krefeld
  3. Wirtschaft

Überweisungen: Das Ausland wird zum Inland

Überweisungen: Das Ausland wird zum Inland

Ab 28. Januar wird das Verfahren bei Überweisung und Lastschrift vereinfacht, informiert die Deutsche Bank.

Krefeld. Ab dem 28. Januar greift "Sepa", die Abkürzung für "Single Euro Payments Area". Sepa vereinheitlicht den Zahlungsverkehr in 31 europäischen Ländern: in den 13 des "Euro-Landes", den 14 Mitgliedern der Europäischen Union ohne Euro sowie in vier weiteren Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums.

Informationen nicht nur für ihre Kunden zu einer Umstellung bei Auslandsüberweisungen will die Deutsche Bank in Krefeld weitergeben. Angesprochen sind in erster Linie mittelständische Unternehmen mit Zahlungsverkehr in Europa, später auch jeder private Haushalt, der mit Auslandsüberweisungen zu tun hat.

Andreas Gröver, Direktor des Marktgebiets Niederrhein für Firmenkunden, und Karl-Heinz Saak, Direktor Zahlungsverkehrslösungen Region Nordwest, erläutern die Initiative der Europäischen Bankengemeinschaft. Vereinfach formuliert, bewirkt Sepa, dass alle bislang ausländischen Zahlungsvorgänge ab dem 28. Januar zu inländischen werden. Für die Bankkunden wird es somit keine Unterschiede zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen geben. Dies gilt für Überweisungen und für Lastschriften. Es muss zwar ab 28. Januar nicht zu hektischen Aktivitäten bei mittelständischen Unternehmen kommen. Aber die Firmen müssen sich in einer Übergangszeit mit dem Thema beschäftigen.

Die Deutsche Bank zählt zu den Instituten, die ihren Firmenkunden mit der Sepa-Einführung Vorteile bei der Abwicklung von Auslandszahlungen bieten - sowohl durch Reduzierung der Transaktionskosten als auch bei Unterstützung verschiedener Zahlungsverkehrsformate und einem flexiblen Kontomodell. Für die Kunden entfällt die Notwendigkeit, sofort ihre bisher genutzten Zahlungsverfahren und ihre Infrastruktur zu ändern, um das offizielle Sepa-Datenformat (XML) einsetzen zu können. Das heißt aber auch, sagen Glöver und Saak: In jeder Firma muss sich jemand um Sepa und um nötige Änderungen kümmern, z.B. beim Finanz-Buchhaltungsprogramm.

Weitere Vorteile von Sepa: Durch die Zentralisierung von Konten wird künftig nur noch ein Konto in einem Land nötig sein, um den Zahlungsverkehr in allen 31 Ländern abzuwickeln.

Durch europaweit einheitlich festgelegte Ausführungsfristen entsteht Gewissheit über zu erwartende Zahlungseingänge. Damit verbessert sich die Liquiditätsplanung erheblich.

Die Institute, die Sepa selbst entwickeln und anbieten, müssen mit Ertrags- und Einnahmeverlusten rechnen. Bei der Deutschen Bank, so Glöver und Saak, sei es eine strategische Entscheidung gewesen, dies zu tun.