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Job-Zuwachs: Standort ist Bekenntnis zu Krefeld

Job-Zuwachs : Standort ist Bekenntnis zu Krefeld

42 Andritz-Mitarbeiter sind von Köln nach Krefeld gewechselt. Hier werden weitere Fachkräfte gesucht. Insgesamt sind auf dem Gelände nun 300 Leute der Firmengruppe beschäftigt.

Krefeld. Neben Andritz Küsters lässt sich nun auch die Kölner Konzernschwester Andritz Separation mit einem Servicecenter in Krefeld nieder. „Mit diesem Center of Excellence haben wir an unserem traditionsreichen Standort an der Eduard-Küsters-Straße/ Ecke Gladbacher Straße nach den Maschinenbaubereichen für Papier und Textil einschließlich Vlies jetzt auch einen wichtigen Servicebereich der österreichischen Unternehmensgruppe in Krefeld konzentriert“, sagt Andreas Lukas, Geschäftsführer von Andritz Küsters. Das Unternehmen ist schon seit 1953 in Krefeld zu Hause.

„Dazu wurde eine Montagehalle für Maschinen komplett renoviert“, berichtet Lukas. „Die Halle wurde frei, weil wir dank neuer Planung mittels moderner Prozessschritte und Software Platz gespart haben.“ Geholfen habe bei Baugenehmigung und Brandschutz die Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderung, lobt Lukas. Außer der Halle wurde der Schwesterfirma auch ein Bürotrakt zur Verfügung gestellt.

Seit Mai sind vom Kölner Standort von Andritz Separation 42 Mitarbeiter an ihren neuen Arbeitsplatz in Krefeld gewechselt. Weil die Dienstleistungen für das Überholen von Maschinen boomen und für Kunden in ganz Europa in Krefeld zusammengefasst werden, wird von Ein- auf Zweischichtbetrieb umgestellt. Deshalb werden laut Lukas noch weitere Fachkräfte gesucht. „Vor allem Zerspanungs- und Industriemechaniker“, sagt Fertigungsleiter Michael Danz und wirbt um neue Kollegen.

Dass das Betriebsklima gut sei, könne man daran erkennen, dass bis auf einen Mitarbeiter aus Köln, der in Rente ging, alle anderen Beschäftigten nach Krefeld mitgekommen sind. Viele seien langjährige Mitarbeiter mit bis zu 30 Jahren Betriebszugehörigkeit, erklärt Danz. Ein Teil sei sogar schon mit Familie umgezogen, andere suchten noch nach Immobilien. Viele hätten Fahrgemeinschaften gebildet.

Der Fertigungsleiter gibt einen Einblick in die Arbeit am neuen Standort: „Die Kunden sind Betreiber von Maschinen, die regelmäßig überholt werden müssen. Dazu werden die Maschinen zerlegt und nach dem Befund wiederaufgearbeitet, wobei Verschleißteile wie Dichtungen ersetzt werden.“

Die Auftraggeber sind Betreiber von Kläranlagen, die Zentrifugen und Dekanter zum Trocknen des Klärschlamms verwenden. Aber auch Anwender aus den Branchen Chemie, Pharma und Bergbau lassen ihre Anlagen künftig in Krefeld warten. Insgesamt kommen 90 Prozent der Kunden aus Deutschland und die übrigen vor allem aus europäischen Ländern.

Auf dem Prüfstand gestellt und getestet wird beim Besuch der WZ eine Förderschnecke. „Diese Förderschnecken sind eine Kernkompetenz von Andritz Küsters, werden hier traditionell gebaut und montiert und dann in das Produktionswerk für neue Maschinen in der Slowakei versandt“, sagt Lukas. Dem Trend, weite Teile der Produktion aus Kostengründen in osteuropäische Länder zu verlegen, folgt auch der Andritz-Konzern. Da sei es wichtig, dass Dienstleistungen dank hoher Kompetenz in heimischen Landen blieben, betont Geschäftsführer Lukas. „Das ist auch ein weiteres Bekenntnis zu Krefeld. Hier arbeiten jetzt mehr als 300 Mitarbeiter der Firmengruppe“, rechnet er vor.