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Staffelstab-Übergabe im Wäscheparadies in Krefeld-Uerdingen

Wirtschaft : Staffelstab-Übergabe im Wäscheparadies in Krefeld-Uerdingen

Ilse Polzin und Klaus Schmitz ziehen sich aus dem Berufsleben zurück und übergeben ihr „Wäscheparadies“ in neue Hände.

Nach 37 Jahren ziehen sich Ilse Polzin und ihr Mann, Klaus Schmitz, aus dem Berufsleben zurück. Sie geben ihr „Wäscheparadies“ an der Uerdinger Niederstraße am Ende dieses Monats in andere Hände. Bettina Keysers, die neue Inhaberin, ist keine Unbekannte. Sie arbeitet seit 2003 im Geschäft, besitzt also „alle Kompetenz in Sachen Wäsche“, wie Schmitz sagt.

Die bisherigen Inhaber sind 74 Jahre alt. Also sei es Zeit, kürzer zu treten, sagen sie. „Künftig werden wir mehr in unserem großen Garten sein, viel lesen und reisen, wenn es nach Corona wieder geht.“

1984 gründete Ilse Polzin ihr Wäschegeschäft in Uerdingen. „Wer neben hübschen und funktionellen Schlafanzügen, Nachthemden oder guter Unterwäsche noch eine fachgerechte Beratung wünschte, war bei uns bis heute richtig“, beschreibt die Inhaberin.

„Wäsche, Mieder, Dessous und Bademoden gab es schon damals im Wäscheparadies. Das ist bis heute so geblieben“, ergänzt Schmitz. „Die Passform und die Materialien sind heute jedoch weitaus besser.“ Demnach ist nicht nur Nachtwäsche ein Thema, die derzeit modisch in dezenten Farben wir Oliv, Grau, Bordeaux und Grün daherkommt, sondern auch die Abteilung Dessous.

Kundschaft kommt
vom gesamten Niederrhein

Diese könnten durch eine gute Verarbeitung und mit Spitze versehen auch in großen Größen durchaus reizvoll sein. „Wir bieten Dessous von 70 A bis zum H-Cup mit einem Umfang von 120 Zentimetern an. Bei Bedarf können wir auch bis Größe K bestellen. Wäsche haben wir bis zur Größe 52 bis 54. Das wissen die Kunden zu schätzen“, sagt Schmitz. „Zudem werden sie ausgezeichnet beraten. Wir führen nur gute Marken.“

Wem das nicht reiche, für den gebe es – in normalen Zeiten - noch den Katalog: „Wenn die Kunden darin etwas bei einem Hersteller, den wir führen, gesehen haben, dann können wir das natürlich nachordern.“

Die Kundschaft komme vom gesamten Niederrhein, aus Düsseldorf, Meerbusch oder Moers. „Das verwundert nicht, denn Fachgeschäfte wir unseres gibt es so gut wie gar nicht mehr. Und Beratung steht bei uns an erster Stelle.“ Die neue Inhaberin werde dieses Geschäftsmodell auch weiterhin so führen, erklärt Schmitz.

Seit dieser Woche heißt es auch im Wäscheparadies „click and meet“. Es ist eine Weiterentwicklung des „click and collect“-Konzepts. Dabei dürfen die gewünschten Sachen telefonisch oder per Mail bestellt und dann im Geschäft abgeholt werden. Aufgrund der Geschäftsaufgabe gebe es jetzt noch viele gute Angebote.