Rettungsplan von VBL gescheitert: 168 Jobs weg

Rettungsplan von VBL gescheitert: 168 Jobs weg

Das Aus für den Textilausrüster ist besiegelt

Krefeld. Große Betroffenheit an der Girmesgath: Am Mittwoch erklärte Insolvenzverwalter Wilhelm Klaas auf WZ-Nachfrage, dass die übertragene Sanierung vom Textilausrüster Voss-Biermann, Lawaczek (VBL) gescheitert ist. Ende Juli wird der Geschäftsbetrieb an der Girmesgath 5 eingestellt. Mit den Freistellungen der 168 Mitarbeiter ist begonnen worden, die Kündigungen folgen, sagt Klaas.

Im Juni war noch voll produziert worden, nun werden keine Aufträge mehr angenommen. Vier Wochen lang wird nun ausproduziert. Mit der gescheiterten übertragenen Sanierung sind alle Pläne im Rahmen des Insolvenzverfahrens über einen möglichen Übergang der Mitarbeiter in eine Transfer-Gesellschaft vom Tisch.

Am 23. März hatte VBL Insolvenzantrag stellen müssen. Das Verfahren war am 1.Juni eröffnet worden. Klaas hatte seit April bis vergangenen Montag mit potenziellen Investoren und -gruppen verhandelt. Es hatte dabei Kompromisse sowohl bei den Investoren als auch bei der Gewerkschaft gegeben. Dann, am Montagabend, war aus der übrig gebliebenen Investorengruppe ein Mitglied weggebrochen - die Bemühungen waren damit umsonst.

Am Dienstag wurden die Mitarbeiter bei einer Belegschaftsversammlung informiert. René Frank, Sprecher der Geschäftsleitung der Devetex-Gruppe - zu der gehören VBL, die Firma Devetex und die Willicher Firma ULM - zollt den Mitarbeitern dabei seinen Respekt: "Trotz der bedrückenden Situation werden die noch anstehenden Arbeiten professionell erledigt".

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