Recycling-Unternehmen IMR: 25 Millionen Euro für den Standort Krefeld

Recycling-Unternehmen IMR: 25 Millionen Euro für den Standort Krefeld

Die Recycling-Firma IMR macht im Hafen gute Geschäfte mit Schrott. Umsatz und Zahl der Mitarbeiter wachsen beständig.

Krefeld. Die Innovative Metall Recycling GmbH (IMR) hat ihren neuen Shredder in Betrieb genommen und die offizielle Firmeneinweihung gefeiert. Gegründet wurde IMR bereits 2008.

In Krefeld niedergelassen hat sich der Familienbetrieb 2010. „Wir haben hier den idealen Standort gefunden“, sagte Geschäftsführerin Simone Konjkav bei der Inbetriebnahme vor Gästen aus Politik und Wirtschaft. Der Grund: Nur im Rheinhafen war ein Grundstück von 50 000 Quadratmetern zu finden, das gleichzeitig über Hafen- und Schienenanschluss verfügt.

Das Unternehmen kauft aus gewerblicher und öffentlicher Hand Schrott ein, angefangen von Haushaltsgeräten bis zu Metallen aus Abbrucharbeiten. In Krefeld wird der per Lkw angelieferte Schrott fachgerecht zerkleinert und so aufbereitet, dass dem Handel und den Stahlwerken Metalle, Granulate und Legierungen in gleichbleibender Qualität geliefert werden können. „Je nach Kunde nutzen wir die gesamte Breite der Transportmöglichkeiten“, erläutern die Geschäftsführer Steffen Adam und Ulrich Müller.

Zum Beispiel werden Nichteisenmetalle per Bahn zu Abnehmern bis nach Hamburg verschickt oder per Schiffscontainer nach Italien und Asien. Edelstahlschrott geht nur per Bahn zu Stahlkunden wie Deutsche Edelstahlwerke und Thyssen-Krupp Nirosta (TKN). Geplant sind Schiffstransporte nach Finnland, Brasilien und Asien. Stahlschrott schließlich geht per Bahn oder Schiff an Stahlwerke wie Thyssen-Krupp.

Eine wichtige Voraussetzung für die Ansiedlung waren die immissionsrechtlichen Voraussetzungen. „Wir haben erstmals für eine solche Recycling-Anlage einen Aktivkohlefilter für 1,2 Millionen Euro zur Luftreinhaltung eingebaut, um den Rheinhafen nicht mit noch mehr Staub zu belasten“, berichtet Müller. Als Dankeschön gab es vom Bundesumweltministerium einen Innovationsförderzuschuss in Höhe von 340 000 Euro.

Von den Wettbewerbern will sich IMR durch Trennung und Sortenreinheit der Metalle bis zur letzten Stufe abheben. Wie stark das Unternehmen expandiert, zeigen die Umsatzzahlen, die jährlich um etwa 20 Prozent steigen. Für 2012 erwartet IMR ein Geschäftsvolumen von über 90 Millionen Euro. Entsprechend erhöht sich die Zahl der Mitarbeiter: von 21 (2010) auf derzeit 55 und bis zum Jahreswechsel 70. Bald sollen es 100 sein.

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