IHK-Umfrage: Mehrzahl der Betriebe blickt optimistisch in die Zukunft

IHK-Umfrage: Mehrzahl der Betriebe blickt optimistisch in die Zukunft

Firmen erwarten laut IHK-Umfrage Belebung der Geschäfte.

Krefeld. Die Wirtschaft in der Region meldet im Frühsommer eine gute Geschäftslage. Im Bereich Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein habe sie sich im Vergleich zum Winter verbessert. Auch für den weiteren Jahresverlauf sind die Betriebe optimistisch. Dies ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) bei gut 400 Unternehmen mit mehr als 55 000 Beschäftigten.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt dürfte zudem weiter stabil bleiben. „Mit einer spürbaren Erhöhung der Beschäftigtenzahl ist allerdings nicht zu rechnen“, erklärt Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

41 Prozent der Betriebe sind mit ihrer Lage zufrieden, nur zwölf Prozent bewerten ihre Geschäfte derzeit negativ. „Insbesondere der niedrige Ölpreis, die geringe Inflationsrate und die gestiegenen Einkommen haben eine positive Wirkung. Die Kaufkraft und damit auch der private Konsum sind gestiegen. Das ist eine Stütze des Aufschwungs“, erklärt Porschen. Dies zeigt sich deutlich im Handel: Sowohl Einzel- als auch Großhändler melden merklich bessere Geschäfte als noch zu Jahresbeginn.

Auch für den weiteren Jahresverlauf sind die Unternehmen optimistisch. Gut jedes Dritte erwartet eine weitere Belebung seiner Geschäfte. Lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmer blicken pessimistisch in die Zukunft. Damit haben sie ihre Erwartungen seit Jahresbeginn leicht nach oben korrigiert. Dies ist insbesondere auf den Großhandel zurückzuführen, der wesentlich optimistischer als noch zu Jahresbeginn ist.

Weniger stark als in den vergangenen Jahren trägt der Export zum Wachstum bei, obwohl er auf einem hohen Niveau bleibt. „Die exportorientierten Betriebe profitieren auf der einen Seite beim Handel mit Ländern außerhalb der Währungszone von der Abwertung des Euros“, so Porschen. „Auf der anderen Seite bremst die Vielzahl an geopolitischen Konflikten die Exporttätigkeit.“ Aus den Vereinigten Staaten kamen zudem zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten. Außerdem wachsen Schwellenländer wie China nur noch mit einer verringerten Geschwindigkeit.

So rechnen die Unternehmen zwar weiterhin mit einer leichten Erhöhung des Auslandsabsatzes, allerdings haben sie diese Erwartung im Vergleich zum Jahresbeginn 2015 etwas zurückgenommen. Die gute Konjunktur wirkt sich dagegen nur noch gering auf die Beschäftigung aus. 19 Prozent aller Betriebe planen eine Erhöhung ihrer Mitarbeiterzahl, 14 Prozent der Unternehmen wollen Beschäftigung abbauen. Red