Krefelder Hafen wächst gegen Trend

Der Güterumschlag legt vor allem bei Metallen kräftig zu. Andere Rheinhäfen verzeichnen rückläufige Zahlen.

Krefelder Hafen wächst gegen Trend
Foto: Archiv

Krefeld. Der Krefelder Hafen ist weiterhin auf Wachstumskurs und entwickelt sich gegen den Trend. Der Güterumschlag hat im ersten Halbjahr zugelegt. Er liegt um 130 728 Tonnen über dem Vorjahreszeitraum und nun bei 2,294 Millionen Tonnen. Das ist ein Zuwachs von sechs Prozent. Die positive Entwicklung führt Elisabeth Lehnen, Geschäftsführerin des Krefelder Hafens, wesentlich auch auf die seit 2010 neuangesiedelten Firmen zurück.

Die meisten Binnenhäfen zwischen Emmerich und Bonn weisen hingegen rückläufige Zahlen aus: Die Neuss-Düsseldorf Häfen, die am Krefelder beteiligt sind, vermelden einen Rückgang von minus acht Prozent, das sind 407.000 Tonnen weniger. Insgesamt wurden dort 6,5 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

„Niedrige Wasserstände und die Sturmschäden im Juni haben im Hafenbetrieb im zweiten Quartal zwar zu schwächeren Daten geführt, die aber durch die außerordentlich positive Entwicklung im Eisenbahnverkehr mehr als ausgeglichen werden konnte“, sagt Elisabeth Lehnen. Gase, Mineralölerzeugnisse sowie Getreide und Lebensmittel wurden weniger umgeschlagen, dagegen legen vor allem Metalle und Metallabfälle mit 41.830 Tonnen deutlich zu und setzten den positiven Trend des Vorjahres fort.

„Bei unserer hafeneigenen Eisenbahn hat sich der Positivtrend seit November 2013 ungebremst fortgesetzt“, sagt die Geschäftsführerin. Die Transportmenge des ersten Halbjahres liegt mit 661.906 Tonnen um 219.551 Tonnen (plus 49,63 Prozent) deutlich über dem Vorjahr und übertrifft damit auch den Rekordwert des Jahres 2011.

„Insgesamt gelang es, den durch den Großbrand bei Compo im September 2012 bedingten Transportrückgang im regionalen Bereich durch Akquise auszugleichen und auszubauen“, sagt Lehnen.

Auch bis zum Jahresende erwartet Lehnen eine anhaltende positive Entwicklung. „Wir gehen davon aus, dass für das Jahr 2014 die Gesamtgütermenge über dem Vorjahresergebnis liegt.“

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