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Krefeld: Verseidag-Indutex wird an französische Firma verkauft

Übernahme : Verseidag-Indutex wird nach Frankreich verkauft

SergeFerrari Group übernimmt Krefelder Traditionsmarke Verseidag und will neuen Weltmarktführer formen. Die Arbeitsplätze würden dadurch langfristig gesichert.

Die Verseidag-Indutex GmbH wird verkauft. „Die SergeFerrari Group S.A. übernimmt von der Jagenberg AG 100 Prozent der Anteile einschließlich der Tochtergesellschaften“, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit werde ein  weltweit führender Anbieter in der textilen Architektur sowie bei temporären Bauten und nicht brennbaren Produkten geschaffen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die neue Unternehmensgruppe verfüge über eine Größe, die den Anforderungen einer weltweiten Marktpräsenz gerecht werde. Das Produktprogramm der Verseidag werde die Position in neuen Segmenten wie dem digitalen Großformatdruck und dem Sonnenschutz für Gebäude stärken. Im wichtigen Zukunftsmarkt der textilen Architektur erschlössen die innovativen Glas-PTFE-Produkte aus Krefeld neue Marktfelder. Es sei geplant, sowohl die Marke Verseidag als auch die der französischen Serge-Ferrari-Gruppe weiter zu entwickeln.

„Der neue Unternehmensverbund eröffnet Wachstumsperspektiven, die beide alleine niemals erreichen können“, betont Erich Bröker, Vorstand der Jagenberg AG. Sämtliche Produktionsstandorte der Verseidag würden fortgeführt, es gebe bereits Überlegungen für eine Erweiterung. Die Standorte in Krefeld,   Grefrath-Oedt und Straelen-Herongen seien langfristig gesichert.

Das freundschaftliche Verhältnis beider Firmen komme auch darin zum Ausdruck, dass Eigentümer Jan Kleinewefers zum Mitglied des Boards der Serge Ferrari S.A. und Erich Bröker zum Mitglied des Strategy Commitees der Verseidag-Indutex GmbH berufen werden.

Die Vereinigten Seidenwebereien (Verseidag) waren vor 100 Jahren in Krefeld gegründet worden und leben in der Indutex weiter. Das Unternehmen hat rund 250 Mitarbeiter. WD