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Krefeld: Segro-Konzern erweitert seinen Logistik-Park

Wirtschaft in Krefeld : Segro-Konzern erweitert seinen Logistik-Park

Die Krefelder Logistik-Flächen des britischen Segro-Konzerns werden erneut ausgeweitet.

Der britische Gewerbe-Immobilienkonzern Segro befindet sich in Krefeld weiter auf Wachstumskurs: Er hat mit der Erweiterung seines „Segro Logistics Park Krefeld-Süd“ um 33 000 Quadratmeter begonnen.

Segro besitzt, managt und entwickelt Logistik- und Gewerbeimmobilien. Die drei neuen, spekulativ entstehenden Einheiten stehen schon zur Vorvermietung zur Verfügung und sollen im September bezugsfähig sein. Insgesamt werden sie bestehen aus etwa 28 800 Quadratmeter Hallenfläche, 700 Quadratmeter Büro- und Sozialfäche sowie aus 3600 Quadratmeter Mezzaninefläche (Arbeits- und Büroflächen, die sich auf Zwischenetagen befinden).

Für die neuen Einheiten strebe man das DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat in Gold an, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles in den Abstufungen Platin, Gold, Silber und Bronze. Als Generalunternehmer für die Baumaßnahmen verantwortlich ist das Bauunternehmen Goldbeck.

„Mit den neuen Flächen reagieren wir auf die sehr große Nachfrage nach Logistikflächen in Krefeld“, sagt Melanie Merholz, Manager Development Logistics bei Segro. „Unser Standort zeichnet sich dabei durch die ausgezeichnete Anbindung an die A 44, A 57 und A 52 aus, die beispielsweise ein schnelles Erreichen der Messe und des Flughafens Düsseldorf ermöglichen.“

Nach Fertigstellung der Erweiterung an der Hans-Günther-Sohl-Straße 4a wird der Logistikpark insgesamt 290 000 Quadratmeter umfassen. 2015 waren es noch knapp 190 000 Quadratmeter, zwei Jahre später schon 210 000 und 2019 dann 250 000 Quadratmeter. Bereits 2018 wurden laut Geschäftsbericht Miet-Einnahmen in Höhe von 5,7 Millionen Euro erzielt. Der aktuelle Ausbau sei der letzte aktuell geplante. Segro sei aber immer an geeigneten Grundstücken in Krefeld interessiert, so das Unternehmen.

Seit 2007 bewirtschaftet Segro Flächen unweit der Autobahn 44. Meist gehörten diese ehemals zu Thyssen/Nirosta. Es handelt sich um die Logistics Center I und II an der Oberschlesienstraße sowie um den Logistics Park Krefeld-Süd. Angesiedelt worden sind unter anderem der Onlinehändler Digitec Galaxus, der Sportartikelhersteller Asics (daneben befindet sich die aktuelle Erweiterung) sowie die Logistiker UPS und DSV. Hunderte Arbeitsplätze sind entstanden.

Segro ist die Abkürzung von „Slough Estates Group“ – die Wurzeln des Konzerns, der an der Londoner Börse im FTSE-100-Aktienindex gelistet ist, liegen in der 150 000-Einwohner-Stadt Slough vor den Toren Londons. 1920 wurde er dort gegründet. Mit einem Portfolio von 8,1 Millionen Quadratmeter Fläche im Wert von 14,6 Milliarden Euro ist Segro ein führender Eigentümer, Manager und Entwickler von Logistik- und Gewerbeimmobilien. Diese liegen an Standorten in Großbritannien (in London und den Regionen Südost und Midlands) sowie in Kontinentaleuropa in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik.

Vom Brexit sieht sich das Unternehmen übrigens „in keinster Weise“ in seiner Tätigkeit beschränkt.