Klinikum: Beispiel für erfolgreiche Privatisierung

Klinikum: Beispiel für erfolgreiche Privatisierung

Die Entwicklung des Krankenhauses wurde vor 1000 geladenen Gästen vorgestellt.

Krefeld. Das Klinikum Krefeld ist beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Gesundheitskonzerns Fresenius als Beispiel für eine erfolgreiche Privatisierung und Integration in den Helios-Konzern vorgestellt worden. Die Entwicklung des Krefelder Maximalversorgers zwischen 2007 und 2012 wurde in der Frankfurter Festhalle vor mehr als 1000 geladenen Gästen aus Gesundheitswesen, Politik und Wirtschaft — darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel — in einem in der Seidenstadt eigens gedrehten Filmbeitrag präsentiert und in einem moderierten Gespräch vertieft.

Krefeld vertraten auf der Bühne Oberbürgermeister Gregor Kathstede, Klinik-Geschäftsführer Reiner Micholka und der Ärztliche Direktor des Helios Klinikums Krefeld, Professor Rudolf Leuwer. Die Drei haben die Entwicklung intensiv verfolgt.

Vor fünf Jahren drohte den städtischen Krankenanstalten die Insolvenz. Für dringend benötigte Neubauten und modernes medizinisches Gerät fehlte das Geld, der Bilanzverlust lag bei einem Minus von 31 Millionen Euro, die Kreditschulden bei Banken und der Stadt türmten sich auf 87 Millionen und die Fallzahlen stürzten in den Keller. Damals verkaufte die Stadt rund 75 Prozent der Anteile an den privaten Krankenhausträger Helios.

Die zu Fresenius gehörende Helios Klinikengruppe investiert dazu bis Ende 2014 eine Summe von 180 Millionen Euro. Allein knapp 20 Millionen Euro hat Helios in Hüls in die Bau- und Modernisierungsmaßnahmen und die neue Medizin- und Informationstechnik gesteckt. Das medizinische und personelle Engagement zahlt sich aus. Die abgesackten Fallzahlen von anfangs rund 37 000 sind inzwischen auf knapp 46 000 (Stand Ende 2011) angestiegen. Tendenz weiter steigend.

Die zu Fresenius gehörende Helios Kliniken Gruppe ist auf den Betrieb und das operative Management von Krankenhäusern spezialisiert. Der Schwerpunkt liegt in der akutmedizinischen Patientenversorgung ergänzt durch die medizinische Rehabilitation. Zur Helios Kliniken Gruppe gehören 72 eigene Krankenhäuser, darunter sechs Maximalversorger in Erfurt, Berlin-Buch, Duisburg, Wuppertal, Schwerin und Krefeld.

Die Gruppe mit Sitz in Berlin beschäftigt aktuell über 43000 Mitarbeiter. In Krefeld sind es allein an den beiden Standorten 2212 Vollkräfte. Red/yb

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