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Sanierung gescheitert: Keine Einigung: Aus für Keksfabrik Gruyters

Sanierung gescheitert : Keine Einigung: Aus für Keksfabrik Gruyters

Krefeld. Update um 18.58 Uhr: Nun ist es amtlich: Es gibt keine Zukunft für die Krefelder Keksfabrik Wilhelm Gruyters. Das teilt der Insolvenzverwalter des Traditionsunternehmens mit Sitz an der Tannenstraße am Donnerstag mit.

„Die angestrebte Eigensanierung der Wilhelm Gruyters GmbH ist gescheitert, da eine Einigung mit dem Betriebsrat über die erforderlichen Sanierungsschritte nicht erzielt werden konnte“, heißt es in dem Schreiben. Konkret sei es um vier Kündigungen gegangen. Anfang des Monats hatte das Amtsgericht Krefeld das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zuvor hatte die Geschäftsleitung in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Claus-Peter Kruth, eine Eigensanierung der Wilhelm Gruyters GmbH angestrebt. Die wird nun aber nicht durchgesetzt werden können, da mit dem Betriebsrat keine Einigung über die notwendigen Sanierungsschritte erreicht werden konnte. Die Eigentümer hätten sich sodann von dem ursprünglichen Ziel der Eigensanierung distanziert. Die rund 40 Beschäftigten wurden darüber bereits am Mittwoch informiert.

„Die Rettung von Wilhelm Gruyters in Krefeld ist nur nach der Durchführung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen möglich“, sagt Insolvenzverwalter Kruth, dessen Plan unter anderem die Kündigung von vier Arbeitsverhältnissen vorsah. „Die fehlende Unterstützung durch den Betriebsrat bedauere ich außerordentlich, insbesondere vor dem Hintergrund, dass in mehreren Verhandlungsrunden mit dem Betriebsrat bereits eine grundsätzliche Übereinkunft über anstehende Personalanpassungen erzielt war.“ Sollte sich nicht doch noch ein Investor finden, bleiben für Gruyters nur noch die Ausproduktion und die Schließung des Betriebes.

Mit dem Betriebsrat wird Kruth kurzfristig den Interessenausgleich und Sozialplan für alle verbliebenen Mitarbeiter verhandeln. Das Unternehmen Wilhelm Gruyters wurde 1863 in Krefeld gegründet, am Standort Tannenstraße arbeiteten zuletzt rund 65 Mitarbeiter. Der Keksproduzent war 2014 an zwei Gesellschafter verkauft worden. Seitdem gab es mehrere Verhandlungen über das Gehalt, das den Mitarbeitern seitdem nicht mehr nach Tarif gezahlt wurde.

Meldung um 10.48 Uhr: Die angestrebte Eigensanierung der Wilhelm Gruyters GmbH kann nicht umgesetzt werden. Das habe der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, der Ende Februar vom Amtsgericht als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden war, am Mittwoch den 40 Mitarbeitern der Stammbelegschaft des Keksproduzenten mit Sitz an der Tannenstraße mitgeteilt.

Die angestrebte Eigensanierung der Wilhelm Gruyters GmbH sei gescheitert, "da eine Einigung mit dem Betriebsrat über die erforderlichen Sanierungsschritte nicht erzielt werden konnte".

Soweit sich nicht doch noch ein Investor finde, bleibe dem Insolvenzverwalter nur die "Ausproduktion sowie die Schließung des Betriebs". Mit dem Betriebsrat werde Kruth kurzfristig den Interessenausgleich und Sozialplan für alle verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verhandeln.

„Die Rettung von Wilhelm Gruyters in Krefeld ist nur nach der Durchführung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen möglich“, sagt Kruth, dessen Plan unter anderem die Kündigung von vier Arbeitsverhältnissen vorsah.