InfraServ Knapsack eröffnet neue Niederlassung in Krefeld

WACHSTUM : InfraServ Knapsack eröffnet neue Niederlassung in Uerdingen  

Der Dienstleister für Planung, Bau und Betrieb von Anlagen aus Hürth-Knapsack verstärkt seine Präsenz in Krefeld.

Mit den 500 Quadratmetern Bürofläche habe InfraServ jetzt nicht nur moderne Geschäftsräume für Gespräche zur Verfügung, sondern angesichts des stetigen Wachstums auch Platz für eine Verdopplung des Personals geschaffen, sind sich Geschäftsführer Klemens Mittelviefhaus und Geschäftsführungsvorsitzender Ralf Müller einig. „Die Muttergesellschaft hat ihren Umsatz 2018 um 15 Millionen auf 216 Millionen Euro gesteigert und die Zahl der Mitarbeiter um rund 140 auf fast 1200 erhöht“, lässt Müller Zahlen sprechen.

Kunden aus Chemie
und Prozessindustrie

Das Gewinnen neuer Fachkräfte werde zunehmend aufwändiger, das Interesse an dem aufstrebenden Unternehmen steige aber ebenfalls, meint der Unternehmenschef. „Mit 54 Kunden aus Chemie und Prozessindustrie am Niederrhein und im Ruhrgebiet hat unser regionales Geschäft mit einem Umsatz von fünf Millionen Euro einen wachsenden Anteil daran“, sagt Mehmet Demir, Vertriebsregionalleiter im Ruhrgebiet.

Das Unternehmen ist schon 111 Jahre alt. Seine Geschäftsschwerpunkte sind Anlagenplanung und -bau, Anlagenservice sowie der Standortbetrieb, zum Beispiel von Ver- und Entsorgungsanlagen. Immer öfter nachgefragt werden Dienstleistungen für Arbeitssicherheit und Genehmigungsmanagement. Anhand von zwei Fachvorträgen zur Eröffnung machte das Unternehmen seinen Gästen aus der Industrie deutlich, welche modernen Dienstleistungen sie von InfraServ erwarten dürfen.

Anlagenprojekte
werden digital aufgebaut

Im Vortrag über den „Digitalen Zwilling“ zeigte das Unternehmen, dass es bereits in der digitalen Welt angekommen ist. So werden reale Anlagenprojekte parallel digital aus vorhandenen Daten und Algorithmen aufgebaut, um die Prozesse in der virtuellen Welt zu testen und sie dann für die reale Umsetzung zu nutzen. Aus der Simulation der Datenanalyse lassen sich so Rückschlüsse auf eine nötige Instandhaltung der Anlage ziehen. Wertvolle Erkenntnisse bringt diese Technik auch im Hinblick darauf, wie man eine Anlage wirtschaftlich bei Volllast oder Teillast betreibt. Fährt man eine Anlage nach bestimmten Rezepturen, kann so die Fahrzeit optimiert werden.

Im zweiten Vortrag ging es um die Verordnung über den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Da das Unternehmen in Knapsack zwei Kläranlagen betreibt, kennt es sich auch mit der fachgerechten Behandlung von Abwasser aus. Ein weiteres aufstrebendes Arbeitsfeld ist der in der Tochtergesellschaft Knapsack Cargo zusammengefasste Logistikbereich.

Jährlich werden
25 000 Container transportiert

„Wir schlagen jährlich 25 000 Container per Schiff und Straße um“, sagt Cargo-Geschäftsführer Wolfgang Urmetzer. Hauptanlaufstelle ist der Rheinhafen Köln, sofern es Exportprodukte über den Hafen Rotterdam betrifft.

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