1. NRW
  2. Krefeld
  3. Wirtschaft

Ideen für die lokale Wirtschaft

Ideen für die lokale Wirtschaft

Krefelder Schüler beschäftigten sich für einen Kontest mit Krefelder Firmen. Die Sieger wurden gestern geehrt.

Krefeld. „Was, wir? Nicht wirklich!“. Die Überraschung war den fünf Siegern des Wirtschaftswettbewerbs nicht nur anzusehen — sie war ihnen gestern in der Aula des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums auch anzuhören.

Mit ihrer Arbeit — über die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Krefeld am Beispiel von Siempelkamp — haben die Zehntklässler der Schule die Jury überzeugt. „Wir sind total glücklich“, sagt Julian Mues vom Siegerteam, das sich gegen elf weitere Gruppen durchsetzen konnte. „Dass wir zusammen teilweise bis in die Nacht daran gesessen haben, hat sich jetzt definitiv gelohnt“, sagt Andreas Teichgräber.

In ihrer Ausarbeitung haben sich die Schüler auf positive und negative Aspekte der Stadt Krefeld für die Gießerei beschränkt. „Zum Beispiel wollen viele Arbeitnehmer lieber in Düsseldorf oder Köln als in Krefeld arbeiten“, sagt Schülerin Tara Karnath. Dagegen seien die niedrigen Mietpreise ein Vorteil, um neue Mitarbeiter in die Samt- und Seidenstadt zu locken. „Auch die Kooperation von Siempelkamp mit der Universität spricht für den Standort Krefeld“, sagt Karnath.

Auch beim Unternehmen lassen sich aus der Siegerarbeit einige Schlüsse ziehen. „Gerade der Aspekt, dass die umliegenden Städte bereits für Schüler so verlockend sind, war für uns doch überraschend“, sagt Denise Jedrus von Siempelkamp. „Daher müssen wir von der lokalen Wirtschaft den jungen Menschen noch mehr bieten. Wir müssen stärker in die Schulen gehen und einfach präsenter sein“, so Jedrus weiter. Der Wettbewerb der Unternehmerschaft Niederrhein wurde erst zum zweiten Mal ausgetragen und soll die Jugendlichen mit der lokalen Wirtschaft zusammenbringen. Die Sieger bekommen 300 Euro als Gewinn. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 200 und 100 Euro.

Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr wurden umgesetzt. „Wir haben dieses Mal die Schüler über Flyer vorab genauer informiert. Dadurch sind auch die Arbeiten qualitativ deutlich besser geworden“, sagt Organisatorin Astrid Holzhausen. Auch sei sie auf Vorschläge der Firmen eingegangen, die sich ein einfacheres Bewertungssystem gewünscht hatten.

Dass durch den Wettbewerb zwischen Schülern und Firmen erste Kontakte entstehen, zeigt sich bei Andreas Teichgräber. Sein dreiwöchiges Schülerpraktikum absolviert er demnächst bei Siempelkamp im kaufmännischen Bereich. „Für mich hat sich der Wettbewerb doppelt gelohnt“, sagt er.