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Gewerbegebiet an der A44: Drei Städte, ein Standort

Gewerbegebiet an der A44: Drei Städte, ein Standort

Krefeld. Die Stadt Krefeld macht ernst mit dem interkommunalen Gewerbegebiet an der A 44. Die Verwaltung hat eine Vorlage erarbeitet, die in der nächsten Ratssitzung Anfang März zur Diskussion steht.

Darin wird vorgeschlagen, zusammen mit den betroffenen Nachbarn Willich und Meerbusch sowie der IHK eine Arbeitsgruppe einzurichten, die eine Organisationsform erarbeiten und Vorgespräche mit der Bezirksregierung führen soll.

Im WZ-Gespräch hatte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Eckart Preen, auf das Thema hingewiesen. Angesichts der Anfragen von Firmen — zum Beispiel aus der Logistiksparte —, die man bereits abweisen müsse, sei ein solches gemeinsames Gebiet dringend erforderlich. Auch in den Nachbarkommunen gibt es einen Mangel an Gewerbeflächen. Der Standort sei wegen der angrenzenden Gewerbegebiete Mollsfeld, Münchheide und Europark Fichtenhain sowie der guten Anbindung über die A 44 besonders gut geeignet.

Nördlich der Autobahn soll das Gebiet vom Europark bis zur Stadtbahn reichen. Südlich der A 44 ist die Fläche zwischen Stadtbahntrasse und Willicherheide in der Diskussion. Die Verwaltung legt zwei Varianten vor. Variante A kommt auf insgesamt rund 263 Hektar (Krefeld 104, Willich 65, Meerbusch 94). Bei der Variante B sind es rund 286 Hektar (Krefeld 96, Willich 88, Meerbusch 102).

Bei der Gestaltung und Ansiedlung will man auf eine qualitativ hochwertige Gestaltung Wert legen, „vergleichbar mit dem Europark Fichtenhain“. Allerdings wird es auch Flächen für Logistikzentren geben. Ein Grünzug soll die Wohngebiete in Fischeln abtrennen und gleichzeitig eine Verbindung zwischen Bruch und Stadtpark herstellen. Eine Fortführung könne auf Willicher Gebiet im Bereich Hoxhöfe entstehen.

Wichtig, so die Krefelder Verwaltung, sei eine frühzeitige Abstimmung über die Rechtsform der Zusammenarbeit sowie die Aufteilung von Kosten und Erträgen, um „auf Augenhöhe“ miteinander umzugehen. Deshalb soll so bald wie möglich die entsprechende Arbeitsgruppe eingerichtet werden. dag