Fichtenhain: Segro nimmt letztes freies Logistik-Areal in Angriff

Bauprojekt : Fichtenhain: Segro nimmt letztes Areal in Angriff

Noch laufen zwei Baustellen des britischen Konzerns im Segro-Logistics-Park an der A44-Autobahnabfahrt. Für ein drittes Projekt ist das Unternehmen bereits in Gesprächen. Neben dem Sportschuh-Spezialisten Asics entstehen weitere 30 000 Quadratmeter Logistikfläche.

Zwei Dohlen jagen über die Wiese an der Nirostastraße. Davor zeigt Christopher Gigl auf ein paar Tore in der an das Stoppelgrün angrenzenden Halle. Ein bisschen sieht es aus, als hätte jemand vergessen, die Fassade von Asics um die Ecke zu verlängern. Rund um die Tore ist blanker Beton zu sehen.

Lange wird das nicht mehr so bleiben. Denn neben dem europäischen Zentrallager des japanischen Sportschuh-Spezialisten soll bald gebaut werden. Weitere drei Einheiten à 10 000 Quadratmeter werden direkt an die Asics-Halle angebaut. „Asics hätte das Gelände theoretisch als Erweiterungsfläche nutzen können, will es aber nicht. Sobald ein Ankermieter da ist, fangen wir an. Wir sind in entsprechenden Gesprächen“, sagt Christopher Gigl, Development Manager bei Segro.

Seinem Arbeitgeber gehören insgesamt 220 000 Quadratmeter direkt an der Abfahrt Fichtenhain der Autobahn 44. Der britische Konzern Segro besitzt, managt und entwickelt Logistik- und Gewerbeimmobilien. Mieter sind in verschiedenen Gebäuden im Segro-Logistics-Park Krefeld-Süd außer Asics zum Beispiel UPS, Arvato, Horst Luellmann, Norm Schraubenhandel oder Digitec Galaxus.

Größter Mieter vor Ort ist der Transport- und Logistikanbieter DSV, nur eine Parallelstraße von Asics entfernt. Er beschäftigt in der von Segro für ihn gebauten Deutschlandzentrale 600 Mitarbeiter. 120 weitere sollen hinzukommen, wenn DSV in Kürze eine weitere Halle nutzt. Um die Betonpfeiler, die schon auf der rund 11 000 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche stehen, rollen die Bagger. „In etwa einem halben Jahr wird hier alles fertig sein“, sagt der Münchner Gigl.

Früher fertig wird die zweite laufende Segro-Baustelle, knapp anderthalb Kilometer entfernt, in einer Nebenstraße der Anrather Straße. Auf dem Nachbargrundstück von Beckman Coulter an der Straße Europapark Fichtenhain B entsteht hier gerade das sogenannte Segro-Logistic-Centre Krefeld II. Hier rollen zwar auch noch die großen Arbeitsmaschinen über das Gelände. Aber der Bau an sich steht schon. „In den kommenden zwei Wochen soll hier alles fertig werden“, berichtet Gigl. Mitte April zieht der erste Mieter mit 30 Mitarbeitern ein.

Das japanische Unternehmen GS Yuasa, das Bleisäure und Lithium-Ionen-Batterien herstellt und vertreibt, installiert hier seine deutsche Niederlassung auf rund 7370 Quadratmetern Lager- und Bürofläche. Damit ist nur noch eine Einheit in der zweigeschossigen Immobilie zu vermitteln – im Gebäudeteil zur Anrather Straße hin sind es 3000 Quadratmeter.

„Dann war es das erst einmal im bestehenden Park“, fasst Gigl zusammen. Auf die Frage, ob Segro mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Krefeld schon über weitere Flächen verhandelt, sagt er lächelnd. „Man ist ja immer im Gespräch. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die Vermarktung der drei Einheiten neben Asics.“

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