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Ein Existenzgründer mit starkem Partner

Ein Existenzgründer mit starkem Partner

Thomas Schrörs sucht, testet und schult Auszubildende für mittelständische Unternehmen.

Krefeld. Wer sich aus einem gut bezahlten Job heraus ohne Not selbständig macht, muss Mut und Selbstvertrauen haben. Dies ist bei Thomas Schrörs der Fall. Allerdings bringt er bessere Voraussetzungen für eine Existenzgründung mit als viele andere Jungunternehmer.

Die beste Rückendeckung ist sein bisheriger Arbeitgeber: Die Autohaus-Firmengruppe Tölke & Fischer, bei der er 20 Jahre lang mit Erfolg gearbeitet hat, und die ihm weiterhin die so wichtige Vorauswahl der Auszubildenden anvertraut - nur ab sofort als externer Dienstleister statt als Angestellter.

"Unser langjähriger Mitarbeiter Thomas Schrörs filtert jährlich unter bis zu 720 Bewerbern um einen Ausbildungsplatz die besten heraus und akquiriert talentierte Nachwuchskräfte über seine guten Kontakte direkt an Schulen", stellt ihm sein ehemaliger Chef Markus Tölke ein hervorragendes Zeugnis aus. Gerade den engen Kontakt zwischen Wirtschaft und Schulen könne kein Headhunter besser leisten.

Dabei gehe Schrörs sehr strukturiert vor und berücksichtige neben den fachlichen Fähigkeiten auch die soziale Kompetenz, Teamgeist und gegenseitige Wertschätzung, so der geschäftsführende Gesellschafter des Autohauses. Schließlich seien aus jedem Jahrgang immer wieder Auszubildende mit Auszeichnung hervorgegangen. Deshalb habe das Autohaus sofort einer künftigen Zusammenarbeit in externer Funktion zugestimmt.

Schrörs hatte bisher einen geteilten Job als Service-Leiter mit Nebenfunktion als Ausbildungsleiter, weil sich die Aufgaben der Nachwuchssuche auf zwei Einstellungstermine im Jahr konzentrieren. Dieses grundsätzliche Problem vieler mittelständischer Betriebe will sich Schrörs zunutze machen, für die sich ein hauptamtlicher Ausbildungsleiter nicht rechnet.

"Meine Kunden können dabei wählen, bis zu welcher Stufe sie meine Unterstützung haben möchten", zeigt er sich flexibel. Das beginnt bei der gezielten Suche ("Qualität geht vor Masse"), geht weiter mit der Sichtung der Bewerbungsunterlagen, einem ersten Bewerbungsgespräch, Tests, Organisation von Probetagen bis zu einer Endauswahl der besten Kandidaten, mit denen die Geschäftsleitung persönlich ein abschließendes Einstellungsgespräch führt.

"Entscheidend ist, dass ich ein Unternehmen kennen lerne und weiß, wie es tickt, damit die Kandidaten auch zur Firmenphilosophie passen", sagt Schrörs. Gründungsberatung hat er von IHK und Wirtschaftsförderung erhalten und das "Netzwerken" beim Unternehmerfrühstück und als neuestes Mitglied der Gemeinschaft Junger Unternehmer in Angriff genommen.