DGB kämpft für gute Arbeit

DGB kämpft für gute Arbeit

Kundgebung und Familienfest am 1. Mai im Stadtgarten.

Krefeld. Mit Sorge blicken der DGB und die Einzelgewerkschaften auf das, was das Jahr 2013 für Krefeld noch bringen mag. „Wir stecken immer noch in der Phase der Strukturveränderungen. Bei Siemens gibt es Reorganisations-Überlegungen, Outokumpu baut im Krefelder Werk 450 Stellen ab“, stellen DGB-Vorsitzender Ralf Köpke und Ralf Claessen, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, fest. Auch Dominik Kofent (Verdi), Klaus Churt (DGB-Regionalsekretär) und Ina Korte Grimberg (NGG) kämpfen für „.Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa“.

Das ist das Motto, unter dem der 1. Mai morgen in Krefeld steht. Beginn ist um 11 Uhr am Platz der Wiedervereinigung, von dort geht die Demo zum Stadtgarten. Dort folgt um 12 Uhr die Kundgebung. Nach der Begrüßung durch Ralf Köpke und Bürgermeister Frank Meyer („der Oberbürgermeister hat absagen lassen“, sagt ein enttäuschter DGB-Chef) gibt’s eine Gesprächsrunde mit Detlef Rennings (Currenta-Betriebsrat), Jens Köstermann (Vertrauensleute Siemens), Thomas Engelsiepen (Betriebsrat Diebels) und Ralf Winters (Personalrat der Stadt). „Wir rechnen beim Demo-Zug mit bis zu 1000, bei der Kundgebung mit bis zu 4000 Besuchern“, schätzt Köpke. Um 13 Uhr beginnt das Familienfest mit Musik und Kultur, Tanz, Kinderfest und Aktionen. Viele ausländische Vereine sind wieder dabei, Ende ist gegen 17 Uhr.

Die Hauptsorge der Gewerkschafter: Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter. Immer mehr Menschen müssen zum Beispiel Aufstockungsgeld beantragen, weil ihre niedrigen Löhne nicht zum Leben reichen. Die Zahl der Leiharbeiter wächst.

Aber auch die Gewerkschaften: „Der Trend der Abwärtsbewegung bei der Mitgliederzahl ist eindeutig gestoppt. Und eine Studie sagt, dass heute 43 Prozent der Bürger unsere Arbeit wichtig finden. 2003 waren es nur 23 Prozent“, sagt Claessen.

Ralf Köpke: „Wenn die Bücherei Uerdingen geschlossen werden soll, ist es notwendig, dass sich Oberbürgermeister Gregor Kathstede 2014 zur Wahl stellt. Die dadurch eingesparten 300 000 Euro werden gebraucht.“

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