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Arge-Chef: Es geht aufwärts

Arge-Chef: Es geht aufwärts

Mit 3247 ALG-II-Empfängern wurden 40 Prozent mehr als 2006 in Arbeit vermittelt.

Krefeld. Es geht aufwärts. Das belegen die Zahlen der Arge bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Arge ist die Arbeitsgemeinschaft Krefeld für die Belange der Arbeitslosengeld-II-Empfänger, kurz ALG II.

Von Januar bis Ende September 2007, bilanziert Arge-Geschäftsführer Wolfram Gottschalk, nahmen 3247 seiner Kunden eine Arbeit oder Ausbildung auf. Das ist ein Plus von 40 Prozent gegenüber 2321 im gleichen Zeitraum 2006. Einen besonderen Anteil an dieser Entwicklung hat die Vermittlung von Jugendlichen unter 25 Jahren in Ausbildung oder Arbeit: "Wir können eine Steigerung von 547 auf 820 melden", erläutert Arge-Bereichsleiter Frank Weuthen. Insgesamt, ergänzen Gottschalk und sein Stellvertreter Michael Kneißl, werde das Plus in dieser Gruppe bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt um 50 Prozent liegen - Krefeld ist damit landesweit spitze.

Stark intensiviert werden konnten die Kontakte zur örtlichen Wirtschaft: "Die Arbeitgeber haben unsere Bedeutung erkannt", sagt Gottschalk. Intensiviert wurden die Kontakte innerhalb des Netzwerkes für arbeitslose Jugendliche, das unter anderem auch Fall-Betreuung (Case-Management) vorsieht. "Etwa zwei Drittel unserer Kunden unter 25 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung", sagt Gottschalk zu den Aufgaben innerhalb des Netzwerkes: Stabilisierung, Heranführung, Qualifizierung und Integration.

Für das komplette Jahr 2007 wird die Arbeitsgemeinschaft voraussichtlich 16,3 Millionen Euro zur Unterstützung und Entwicklung des Krefelder Arbeitsmarktes aufbringen. Damit werden nahezu 100 Prozent der Mittel für sinnvolle Schritte verwendet werden. Das sind zum Beispiel: betriebliche Trainingsmaßnahmen, Förderung der beruflichen Weiterbildung, Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber, Einstiegsgeld und - bei Bedarf - Möglichkeit individueller Förderung.

Ein Wermutstropfen bleibt bei allem Einsatz: Die Zahl der aktuell 14700 Bedarfsgemeinschaften (2006: 14775) im ALG-II-Bereich bleibt weitgehend konstant. "Das stimmt uns nicht zufrieden, aber es ist nachvollziehbar: Im gleichen Umfang, wie das Integrieren in Arbeit oder Ausbildung steigt, nimmt auch die Zahl der ALG-II-Empfänger zu, deren Erwerbseinkommen nicht ausreicht, die Bedürftigkeit zu beenden. Da müssen wir aufstocken", erläutern Gottschalk und Kneißl.