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Alte Samtweberei verändert das Viertel

Alte Samtweberei verändert das Viertel

Viele Ideen werden rund um das Gebäude entwickelt.

Krefeld. Von der Alten Samtweberei gehen seit einem Jahr wichtige Impulse für den Südbezirk aus. Auf den Tag genau ist die Montag Stiftung Urbane Nachbarschaft mit der ersten Versammlung zum Samtweberviertel an die Öffentlichkeit getreten.

Seit Herbst ist wieder Leben in das alte Bürogebäude gekehrt: dem Pionierhaus. Vor allem Start-Ups haben sich dort niedergelassen „Mittlerweile sind alle Büros und ist auch die letzte Etage komplett vermietet. Hier hat sich eine bunte Truppe zusammengefunden: von der Hochschule bis zu Coaching-Angeboten“, berichtet der Leiter der Projektgesellschaft Urbane Nachbarschaft (UNS), Robert Ambrée. Das Besondere: Zum niedrigen Mietpreis bringen die Unternehmer pro gemieteten Quadratmeter eine Stunde für gemeinnützige Arbeit in das Viertel ein: Insgesamt 1000 Stunden.

Die Immobilie Alte Samtweberei wirkt als Motor für weitere Projekte: Mit dem Gewinn, den die Stiftung damit in Zukunft erwirtschaftet, werden Ideen im Samtweberviertel unterstützt. „Wir rechnen jedes Jahr mit 40 000 bis 60 000 Euro für Projekte“, sagt Ambrée.

Welche das sind, darüber entscheiden die Anwohner im Viertel. Dazu hat UNS vor kurzem einen Workshop veranstaltet. Ergebnis: „Schwerpunkte sind Jugend, Sprache und Teilhabe. Die Workshops unter dem Titel Viertelratsschlag fungieren einmal im Jahr als eine Art Kompass, in welche Richtung wir uns im Viertel bewegen sollen“, sagt Ambrée. Zudem ist ein Wettbewerb ausgeschrieben: Jeder kann sich daran mit seinen Ideen beteiligen.

Noch in diesem Jahr wird das Torhaus bezugsfertig sein, das Gebäude zwischen Pionierhaus und dem denkmalgeschützten Teil der Alten Samtweberei. „Hier sind Büros geplant“, sagt Ambrée. Fürs Erdgeschoss gibt es Überlegungen, ein integratives Café zu realisieren. Erste Ideenskizzen hat das Berliner Architekten-Büro Baupiloten bereits erarbeitet und auch den Zuschlag erhalten, das weiterzuentwickeln. Das Café soll künftig noch mit einem „Nachbarschaftswohnzimmer“ verbunden werden.