Wirtschaft: Baustart für neuen Gewerbepark

Wirtschaft : Baustart für neuen Gewerbepark

Im Herbst können die Firmen einziehen. Drei von sechs Hallen mit Büros sind bereits vergeben.

. Die Bautätigkeit auf den Gewerbeflächen an der Medienstraße nahe der Fichtenhainer Allee scheinen ungebrochen. Erst im vergangenen Jahr wurden dort zwölf kleinere Hallen- und Büroeinheiten unter dem Namen „Mein Werk“ von mittelständischen Firmen bezogen. Am Dienstag stellten Wirtschaftsförderer Eckart Preen und der Mönchengladbacher Projektentwickler Norbert Bienen von Bienen+Partner den benachbarten neuen Gewerbepark Medienstraße vor. Er umfasst sechs größere Halleneinheiten von 380 bis 680 Quadratmeter, die mit Büros von 150 Quadratmetern kombiniert werden. Die Rohbaukonstruktion aus Stahlbetonträgern steht bereits auf dem 9135 Quadratmeter großen Areal.

Unternehmen brauchen Flächen, um sich ansiedeln zu können

„Solche umbauten Büro- und Hallenflächen haben in Krefeld lange gefehlt“, sagte Preen über die inzwischen stark verbesserte Situation für mittelständische Firmen und lobt den Entwicklungspartner Bienen, mit dem man seit 2012 nun das dritte Projekt erfolgreich umgesetzt habe — nach „Mein Werk“ und dem Nordpark Uerdingen. Der wichtigste Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen seien nach wie vor genügend Gewerbeflächen, aber auch weiche Faktoren wie Lebensqualität und Familienfreundlichkeit ständen zunehmend im Fokus, sagte Preen. Der Gewerbepark „Mein Werk“ habe sich als Zugpferd entwickelt. Sieben von zwölf Firmen seien aus anderen Städten zugezogen. Dabei gehe es sowohl darum neue Firmen anzulocken als auch Krefelder Betriebe am Standort zu halten.

Bienen beziffert das Gesamtinvestitionsvolumen des neuen Gewerbeparks auf 4,5 Millionen Euro einschließlich Grundstück, das die städtische Grundstücksgesellschaft GGK zur Verfügung gestellt hat. Bienen sucht für die Hallen- und Büroeinheiten Investoren. Das können die Firmen selbst sein, die Eigentum erwerben möchten, das können aber auch Investoren sein, die in ihre Altersvorsorge investieren und die Immobilien vermieten. Die Mietpreise sind mit fünf Euro pro Quadratmeter für die Hallen und neun Euro für die einzugsfertigen Büros überschaubar. „Die Hälfte der sechs Einheiten ist bereits vergeben – davon eine an einen Selbstnutzer und zwei an Mietinteressenten“, berichtet Bienen. Mit weiteren Interessenten sei man im Gespräch.

Der Erfolg und die Vermarktung der bisherigen Gewerbeprojekte in Krefeld ist laut Entwickler Bienen und Architekt Norbert Jakobs vom gleichnamigen Architekturbüro „kein Zufall“. Die Hallen- und Büroeinheiten seien in europäischen Standardmaßen geplant, wegen der hohen Brandschutzanforderungen in Stahlbeton gebaut, mit Nachbareinheiten kombinierbar, flexibel nutzbar und damit für fast alle Branchen geeignet. Das liege auch daran, dass nicht um jeden Preis gespart werde. So seien die Böden stark belastbar, die Energiekosten durch Luftwärmepumpen mit Fußbodenheizung für die Büros gering und mit Dunkelstrahlern für die Hallen effektiv. Die Büros können durch gesonderte Eingänge abgetrennt und untervermietet werden. Das sorge für eine gute Drittverwendbarkeit und Nachvermietung an eine breite Zielgruppe und mindere das Risiko im Fall eines Verkaufs.

Mehr von Westdeutsche Zeitung