Wildparken sorgt an Rheinstraße in Krefeld für Ärger

Rheinstraße : Wildparken sorgt in Krefeld für Ärger

Sie ist für viele Besucher der Krefelder Innenstadt der Weg ins Zentrum. Doch oftmals ist die Rheinstraße ziemlich zugeparkt. Betroffene fordern nun Lösungen.

Die Rheinstraße zwischen Ostwall und Königstraße ist für viele Krefelder und auswärtige Besucher das Entree in die Innenstadt. Doch das vor Jahren kostspielig und aufwändig sanierte Teilstück ist bis in die Abendstunden hinein oftmals komplett zugeparkt mit schräg stehenden Autos. „Das ist ein permanentes Ärgernis“, sagt Bürger Rolf Brandt in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretung Mitte. „Wieso wird hier keine Lösung für das Problem gefunden?“, fragt der Krefelder, der auch für Teilnehmer der Facebook-Gruppe Quo vadis, Krefeld? spricht.

Seit einiger Zeit wird in dieser Gruppe, der auch Oberbürgermeister Frank Meyer angehört, die Situation auf der Flaniermeile aufmerksam beobachtet. Nicht das reguläre Parken längs der Fahrbahn wird moniert, sondern ausschließlich das Wildparken bis weit auf den Gehweg. Eine klare Abgrenzung zwischen Autos und Fußgängern wird gefordert, Poller die das Querstellen unmöglich machen. Brandt würde schon eine Abpollerung reichen, um die Gestaltung der Rheinstraße mit unterschiedlichem Belag und Farben für die verschiedenen Nutzungen wieder sichtbar zu machen. „Wieso wird hier nicht abgepollert, wieso lehnt der Planungsdezernent das ab?“, fragt er in der Einwohnerfragestunde und erntet viel Zuspruch von allen Fraktionen. „Sie sprechen uns aus der Seele“, sagt Bezirksvorsteherin Monika Brinner (Grüne) und Eva Kesseler erinnert an verschiedene Anträge unter anderem der CDU zu diesem Thema, die die Verwaltung seit Monaten nicht beantworte. Seit 2015 ist das leidige Wildparken Thema in den Gremien.

Gestaltungsplan mit Pollern und Fahrradbügeln liegt in Schublade

Nach einer Begehung verschiedener Fachbereiche im Januar 2018 hatten Krefelds Stadtplaner einen ersten Gestaltungsentwurf für die Rheinstraße von Dionysiusplatz bis Ostwall gefertigt, der durch Abpollern und Aufstellen von Fahrrad-Lehnbügeln ein Wildparken unmöglich und das Entfernen der unschönen Baumschutzgitter möglich machen könnte. Doch laut Niederschrift der BZV-Sitzung vom 21. Juni 2018 haben sich nach einer erneuten Ortsbesichtigung Dezernent Martin Linne und Planungsamtsleiter Norbert Hudde dafür entschieden; vorerst von einer Abpollerung abzusehen. Stattdessen sollen die Politessen konsequenter gegen das Wildparken vorgehen. „Die sind auch oft im Einsatz“, sagt Brandt, dennoch werde weiterhin dort wild geparkt. Eine zielführende Lösung sei das nicht.

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