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Wie geht es in Krefeld weiter? Entscheidung über Real-Standorte rückt näher

Handel : Entscheidung über Real-Standorte rückt näher

Der Verkauf der Warenhauskette Real soll bald abgeschlossen werden. Die meisten Märkte sollen übernommen werden.

Der Verkauf der SB-Warenhauskette Real an den Finanzinvestor SCP soll bald abgeschlossen werden. Anvisiert für den Abschluss der Übernahme von der Metro ist der 25. Juni. Der Investor will Real zerschlagen und hatte bereits Vereinbarungen mit Kaufland und Edeka für die Übernahme von 141 Märkten getroffen. Die Mitarbeiter sollen übernommen werden. Ein Großteil der 276 Real-Märkte soll an Wettbewerber verkauft werden. Nur ein Kern von 50 Filialen soll noch 24 Monate unter dem Namen Real weitergeführt werden. Die ersten Märkte sollen ab dem vierten Quartal dieses Jahres an Kaufland und Edeka übergehen. Der gesamte Prozess soll sich über einen Zeitraum von rund 18 Monaten erstrecken. Rund 30 Filialen könnten mangels Zukunftsperspektiven geschlossen werden, hieß es.Bislang gab es aber keine Angaben zu einzelnen Standorten. Ungewiss bleibt also zunächst, wie es in Krefeld weitergeht.

Die Markthalle in Krefeld-Oppum gilt laut „Handelsblatt“ als eine der Vorzeige-Filialen. Der Real-Markt an der Mevissenstraße war dagegen Ende 2019 von einem Mitarbeiter der Verwaltung als nicht „zukunftsfähig“ beschrieben worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte gegenüber der „WAZ“ kritisiert, dass 34.000 Real-Beschäftigte mit dem Verkauf zum „Spielball“ von Investoren gemacht werden.

(red/dpa)