Archäologisches Museum Linn Das Welterbe Limes wird in Krefeld endlich ins Blickfeld geholt

Krefeld · Das Linner Museumsfoyer wird zum Limes-Info-Zentrum. Dafür wird das Café endgültig aufgegeben.

 Oberbürgermeister Frank Meyer und Museumsleiter Boris Burandt erläuterten die Krefelder Ideen zur Präsentation des Welterbes Niedergermanischer Limes.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Museumsleiter Boris Burandt erläuterten die Krefelder Ideen zur Präsentation des Welterbes Niedergermanischer Limes.

Foto: Andreas Bischof

Seit Juli 2021 steht der Niedergermanische Limes auf der Liste der Unesco-Welterbestätten. Die 400 Kilometer lange, durch zahlreiche Legionslager, Wachtürme und Kastelle gesicherte Grenze des römischen Reiches erstreckte sich entlang des Rheins vom heutigen Katwijk (Niederlande) bis Bad Breisig in Rheinland-Pfalz. Unter den Römerstätten, die zum „nassen Limes“ zählten, nimmt das ehemalige Kastell von Gellep (Gelduba) einen besonderen Platz ein. Denn hier finden sich bis heute herausragende Funde aus der Zeit der römischen Besiedlung, eines seit dem ersten Jahrhundert nach Christus belegten Gräberfeldes sowie der Bataverschlacht im Jahr 69 nach Christus. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Archäologische Museum in Linn den Zuschlag zum Aufbau eines Limes-Informationszentrums nach den Unesco-Vorgaben bekommen.