Weihnachtsmarkt: Tassen bleiben kalt

Weihnachtsmarkt: Tassen bleiben kalt

Wallendorfer Porzellan-Manufaktur kämpft gegen Insolvenz.

Krefeld. Der Hersteller der Krefelder Weihnachtsmarkt-Tassen kämpft gegen die Insolvenz. Deshalb können die 600 bereits roh gefertigten Tassen nicht gebrannt werden. "Ein Dritter hat Antrag auf Insolvenz gestellt. Dem Antrag wurde stattgeben", sagte Geschäftsführer Erich J. Bruckert am Donnerstag der WZ. "Damit sind wir im Moment nicht handlungsfähig."

Das Amtsgericht Gera hat einen Erfurter Anwalt zum Insolvenzverwalter bestellt. Derweil wartet Bruckert darauf, dass das nun zuständige Landgericht Gera den Widerspruch gegen diese Entscheidung im Eilverfahren behandelt. Solange bleibt der Brennofen im Thüringischen Lichte kalt - und die Krefelder Weihnachtsmarkt-Tassen auch. Sobald wieder gebrannt werden kann, dauere es eine Woche, bis die 600 Tassen in Krefeld seien, frühestens also am 14. Dezember. Das Stadtmarketing hat für heute eine Pressemitteilung zu dem Thema angekündigt.

"Die Tassen sind in Formgebung und Fertigung eine Herausforderung", sagt Bruckert. Zunächst seien sie am Henkel gerissen. Deshalb habe es die anfängliche Verzögerung gegeben. Nun kam die Insolvenz dazu. "Wir sind nicht zahlungsunfähig und nicht überschuldet", sagte Bruckert. Das Thüringer Unternehmen blickt auf eine mehr als 240-jährige Geschichte zurück und beschäftigt 72 Mitarbeiter. düc

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