Weihnachtsbeleuchtung: Greve versteht die Diskussion nicht

Weihnachtsbeleuchtung: Greve versteht die Diskussion nicht

Franz-Joseph Greve will keine religiösen Symbole für kommerzielle Werbung nutzen.

Krefeld. Franz-Joseph Greve ist der Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Gemeinsam haben die Händler entschieden, statt von einer weihnachtlichen in diesem Jahr von eine winterlichen Beleuchtung zu sprechen. Die haben sie - früher als sonst - bereits am 25. Oktober zum verkaufsoffenen Sonntag eingeschaltet. Zehn Tage später stößt diese Entscheidung unerwartet nun Vertretern von Kirche und Handel auf und sorgt selbst in anderen Städten für Unverständnis. Die WZ sprach darüber mit Franz-Joseph Greve.

Franz-Joseph Greve: Die Beleuchtung ist Original dieselbe wie im vergangenen Jahr, in diesem Jahr nur wesentlich mehr. Der Zeitpunkt für das Einschalten ist diesmal aber früher gewesen. Nämlich der 25. Oktober. Deshalb wollten wir auch das Wort weihnachtlich vermeiden.

Greve: Ja. Immer wieder ist Kritik daran geübt worden, dass sie nicht üppig genug ist. Das hängt jedoch davon ab, welche Summe zusammenkommt. In diesem Jahr haben mehr Händler eingezahlt. Das Teuere an der Beleuchtung ist die Montage und die Demontage. Deshalb haben wir uns entschieden, die in diesem Jahr länger hängen zu lassen.

Greve: Die Kosten tragen in Krefeld traditionell die sogenannten Straßengemeinschaften, die aber über die Werbegemeinschaft abrechnen, damit die Mehrwertsteuer nicht verloren geht.

Greve: Komplett gescheitert ist sie nicht, aber wir haben hier und da einen Flickenteppich gehabt.

Greve: Grundsätzlich macht das keinen Unterschied. Die Frage ist jedoch, wie viele Lichter und wie viele Motive ausgesucht werden. Wir haben uns für Lichtermatten entschieden, die mit stromsparenden Niedervoltlampen ausgestattet sind. Bevor wir Weiteres einkaufen, wollen wir erstmal die technische Entwicklung bei LED-Licht abwarten. Nicht dass wir etwas anschaffen, was in drei Jahren aus rechtlichen Gründen nicht mehr aufgehängt werden darf.

Greve: Das Weihnachtsgeschäft ist sehr wichtig für den Handel und für manche Branchen sogar existenziell. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass wir religiöse Symbole nicht für kommerzielle Werbung verwenden sollten.

Greve: Ich verstehe die Diskussion nicht, weil man Dinge hinein interpretiert, die so nicht gesagt worden sind.

Greve: Der Weihnachtsmarkt wird installiert und sechs große Tannenbäume, die weihnachtlich geschmückt werden - und dies rechtzeitig zur Adventszeit.

Greve: Ich hoffe, dass wir in einigen Tagen wieder zur Normalität zurückkehren können. Die Werbegemeinschaft sagt Ja zum Weihnachtsgeschäft, aber Nein zum Weihnachtsrummel.

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