Finanzen Waldorf-Kindergärten kriegen Betriebskosten nicht gestemmt

Krefeld · Freie Träger müssen zwei Prozent selber bezahlen, doch Elternbeiträge dürfen sie nicht erheben

Jaana Schröder (r.) ist die Geschäftsleiterin der beiden Waldorfkindergärten an der Kaiserstraße (l.) und der Kreuzbergstraße.  Sieben Kindergruppen beherbergen die beiden Einrichtungen im Stadtteil Bockum. Träger ist ein Elternverein.

Jaana Schröder (r.) ist die Geschäftsleiterin der beiden Waldorfkindergärten an der Kaiserstraße (l.) und der Kreuzbergstraße.  Sieben Kindergruppen beherbergen die beiden Einrichtungen im Stadtteil Bockum. Träger ist ein Elternverein.

Foto: Andreas Bischof

Die Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) ist zentraler Baustein bei dem Ziel, NRW zu einem besseren Land für Kinder und Familien zu machen. Land, Bund und Kommunen investieren seit dem Kindergartenjahr 2020/21 fast eine Milliarde Euro zusätzlich jährlich in die Qualität der Kindertagesbetreuung. Die Ansprüche an die Arbeit der Erzieherinnen sind alleine durch die zweijährige Corona-Pandemie seither weiter gestiegen. „Die Zeit der Lockdowns hat bei den Kindern deutliche Spuren hinterlassen“, sagt Jaana Schröder von den Waldorfkindergärten an der Kaiser- und der Kreuzbergstraße, die Betreuung in Kitas sei umso notwendiger. Doch sie fürchtet wegen „eines Denkfehlers“ beim KiBiz, dass die Freien Träger langfristig diese Arbeit nicht mehr leisten können.