Klimaschutz Wärmewende ist Herkulesaufgabe

Meinung | Krefeld · Nur gemeinsam ist diese Aufgabe zu schaffen. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass alle wichtigen Partner mit Stadt, SWK, NGN und Fachbüro bei der Ausarbeitung der Krefelder Wärmeplanung an einem Tisch sitzen.

 Wärmepumpen werden in der Zukunft Gasheizungen ersetzen. Doch dafür muss das Stromnetz ausgebaut werden.

Wärmepumpen werden in der Zukunft Gasheizungen ersetzen. Doch dafür muss das Stromnetz ausgebaut werden.

Foto: Pixabay/HarmvdB

Es braucht Zeichen und Mutmacher, damit wichtige Vorhaben nicht im Keim erstickt werden. Wer vor Monaten aufmerksam die Kernaussagen des Gutachtens „Krefeld Klima Neutral 2035“ gelesen hat, wonach 33,5 Milliarden Euro erforderlich sind, wenn Krefeld tatsächlich bis 2035 klimaneutral werden will, wird vielleicht Panik oder gar Abwehr erlebt haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass deutschlandweit laut einer neuen Ipsos-Umfrage zum Earth Day 2024 63 Prozent aller Bundesbürger Klimaschutz befürworten, doch bei den Kosten das Engagement schnell aufhört. Dabei gibt es keine Alternative mehr, um die fortschreitende Erderwärmung mit allen Folgen zumindest abzumildern.

Dass in Krefeld jetzt Stadt, SWK, NGN und ein beauftragtes Büro gemeinsam eine kommunale Wärmeplanung erarbeiten, ist ein mutmachendes Zeichen. Nur miteinander und nicht gegeneinander ist das als Gesellschaft zu stemmen. Der von der SWK gebaute neue Wärmespeicher für Fernwärme ist das Symbol für die in Krefeld längst als notwendig erkannte Wärmewende hin zu den Alternativen für fossile Brennstoffe. Ein erster Schritt, Wärmepumpen, Wasserstoff und Geothermie werden folgen. Ende des Jahres werden konkrete Vorschläge vorliegen. Die Worte von Dezernentin Sabine Lauxen „den Prozess als Chance wahrzunehmen“ – und somit Lösungen statt Probleme zu suchen, stimmen zuversichtlich. Eine Herkulesaufgabe bleibt es dennoch.