Vortrag über Richard Merländer

Ingrid Schupetta erzählt vom Leben des Krefelders.

Cracau/Bockum. Die Leiterin der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld, Ingrid Schupetta, hält am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr an der Friedrich-Ebert-Straße 42 anlässlich seines 75. Todestages einen Vortrag über Richard Merländer und sein Leben. Richard Merländer war Teilhaber an dem Krefelder Unternehmen Merländer, Strauß und Co., einem Samt- und Seidenhandel. Er verkaufte vorwiegend an Schneidereien und Modegeschäfte, gelegentlich aber auch an ein exklusives Publikum.

Zur Hälfte des Lebens war er ein wohlhabender Bürger der Weimarer Republik und kostete die Freiheiten der Zeit aus. Im Gegensatz zu seinem Vater war er kein frommer Jude. Für die Nazis spielte das aber keine Rolle. Trotz aller Repression verließ er seine Heimat nicht freiwillig. So wurde er im Juli 1942 auf den letzten großen Deportationszug aus Krefeld gezwungen. Das Lager Theresienstadt war nur das vorläufige Ziel. Im September ging es weiter in das Vernichtungslager Treblinka.

Die Veranstaltung ist für Gäste kostenlos, Spenden an den Förderverein sind jedoch willkommen. Reservierungen sind möglich unter der Telefonnummer 50 35 53 oder per E-Mail. Die NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld im ehemaligen Wohnhaus von Richard Merländer ist eine Institution des Kulturbüros der Stadt Krefeld.