Volksbank mit weißer Fassade und Cafébetrieb

Volksbank mit weißer Fassade und Cafébetrieb

Dortmunder Architekt stellt den siegreichen Entwurf für den Neubau an der St.-Anton-Straße

Krefeld. Eine weiße Fassade aus gepresstem Altglas, eine haushohe Kundenhalle mit Glasdach, die den Blick auf die Dionysiuskirche freigibt, und ein Café unter einem vorgezogenen Dach an der Kirchenseite - so soll die neue Volksbank an der St.-Anton-Straße aussehen. Das hat zumindest die Jury des Architektenwettbewerbs einstimmig vorgeschlagen.

Der Entwurf des Dortmunder Architekten Eckhard Gerber hat die Jury aus Experten und Mitgliedern des Volksbank-Vorstandes unter den 14 Beiträgen am meisten überzeugt. Der zweite Preis ging an den Krefelder Dieter Berten zusammen mit dem Düsseldorfer Büro HPP. Den dritten Preis erhielt das Krefelder Büro Kempen/Kleinheyer mit dem Düsseldorfer Büro BM+P.

Der Neubau an der Stelle des Papst-Johannes-Hauses wird vermutlich rund 16 Millionen Euro kosten. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein. Allerdings will die Bank auf jeden Fall vorher ihr derzeitiges Gebäude an der Friedrichstraße vermieten oder verkaufen, um das Neubauprojekt zu finanzieren. Man ist in Verhandlungen, aber einen Abschluss gebe es noch nicht, so der Vorstand.

In der Ausschreibung hatte die Volksbank wenig Vorgaben gemacht: Das Raumprogramm war skizziert und der Bebauungsplan für das Grundstück, das auch die Häuser an der Dionysiuskirche einschließt, ist Grundlage. "Wir möchten eine moderne Architektur, die sich der Umgebung anpasst und zu einer bodenständigen Ban wie der unseren passt", sagt Vorstandschef Klaus Geurden.

Diese Bodenständigkeit verkörpert der zweitplatzierte Entwurf von Dieter Berten am stärksten, währen Kemper/Kleinheyer sich vor allem mit der unmittelbaren Nähe des Krefelder Wahrzeichens auseinandergesetzt haben. Der siegreiche Entwurf setzt auf Aufenthalstqualität, will "die Besucher in die Bank locken", sagt Eckhard Gerber.

Welcher Plan letztlich umgesetzt wird, steht mit dem Votum des Preisgerichts noch nicht fest. Wir müssen einen der ersten drei nehmen - so will es die Ausschreibung", erläutert Vorstandsmitglied Konrad Velroyen. Welcher dies sein wird, soll nun im internen Bauausschuss der Bank noch einmal intensiv diskutiert werden.