Volksbank gibt Startschuss für Neubau

Volksbank gibt Startschuss für Neubau

Die Genossenschafts-Bank nimmt das Gebäude jetzt in Angriff — egal ob sich ein Käufer für das jetzige Haus findet.

Krefeld. Der Neubau der Volksbank an der St.-Anton-Straße wird jetzt in Angriff genommen. Im September 2013 soll das neue Gebäude an der Stelle des Papst-Johannes-Hauses stehen. Man will nicht länger warten, ob sich ein Käufer für das derzeitige Domizil an der Ecke Friedrich/Carl-Wilhelm-Straße findet.

Das war die überraschendste Neuigkeit, die Volksbank-Chef Klaus Geurden bei der Vorstellung der Bilanz („Ein richtig gutes Jahr“) verkünden konnte. Schon im Mai 2009 hatten die Genossenschafts-Banker das Ergebnis des Architektenwettbewerbs vorgestellt. Doch der Baubeginn verschob sich. Denn als Voraussetzung galt bisher: das alte Gebäude muss einen Käufer finden.

Jetzt freuen Geurden und seine Kollegen sich über die positive Entwicklung der Zahlen und wollen die Umsetzung der Pläne — notfalls auch ohne Käufer in Angriff nehmen. Den Auftrag erhielt jetzt der Architekt, der den Wettbewerb seinerzeit gewonnen hatte: Eckhard Gerber aus Dortmund.

Der wird nun in Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros aus der Region bis August einen Bauantrag einreichen, so dass Ende 2011/Anfang 2012 mit den Abrissarbeiten für das Papst-Johannes-Haus begonnen werden könnte. „Der Fertigstellungstermin wäre dann September 2013“, sagt Geurden.

Sollte das alte Gebäude bis dahin nicht verkauft sein, ziehe man auch eine Vermietung in Betracht. Sehr stark hoffe man auf das Engagement der Stadt. Der Bank-Vorstand macht kein Geheimnis daraus, dass er bei diesem Schritt auch auf die Verlagerung des Technischen Rathauses in die Innenstadt setzt, die Lösungen für das gesamte Areal bringen könnte, zu dem das derzeitige Volksbank-Gebäude gehört. Konkrete Gespräche mit der Stadt über eine mögliche Vermietung habe es aber bislang nicht gegeben, so Geurden.

Mit dem rund 20 Millionen Euro teuren Neubau will die Bank der Tatsache Rechnung tragen, dass die Kunden Nähe und Präsenz erwarten. Dem soll das Gebäude mit einer weißen Fassade aus gepresstem Altglas Ausdruck verleihen. Das zum Dionysiusplatz geplante Café unter einem vorgezogenen Dach ist der augenfälligste Hinweis darauf, dass der Dortmunder Architekt ein Gebäude schaffen will, das die Besucher hereinlockt und eine Aufenthaltsqualität schafft. Vorgesehen sind rund 8000 Quadratmeter Nutzfläche mit drei Ober- und einem Staffelgeschoss sowie einer Tiefgarage.

In einen Neubau zieht auch die Volksbank-Filiale Bockum — allerdings als Mieter. Wie die WZ berichtete will sie in den Neubau an der Uerdinger Straße, wo vorher das „La Capannina“ war.

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