Verwahrloste Spielplätze in Fischeln-Stahldorf sind ein Ärgernis

Krefeld hautnah : Verwahrloste Spielplätze im Blick

Speziell für den Platz an der Lefarthstraße wünschen sich die Bürger eine Verbesserung. Die kommt nicht vor 2021.

„Das Jugendzentrum in Fischeln ist die wichtigste Einrichtung für junge Leute im Stadtteil. Das gilt ebenso für das Zentrum Stahlnetz in Stahldorf, das gerade ertüchtigt wird“, stellt Dezernent Markus Schön fest. Auch das Freizeitzentrum Süd sei nicht weit entfernt. Die personelle Ausstattung habe sich stark verbessert.

In diesem Jahr seien rund sieben neue Stellen für 19 Krefelder Freizeiteinrichtungen geschaffen worden. Für die 18 Spielplätze in Fischeln (von 135 in Krefeld) verfolge die Stadt ein ehrgeiziges Sanierungsprogramm, das nach Prioritäten abgearbeitet werde.

Jürgen Weiland, seit 34 Jahren Leiter des Jugendzentrums Fischeln, bestätigt: „Uns geht es relativ gut.“ Sein Wunsch an die Planer: „Wir brauchen noch größere Freiflächen, die wir mit unserem Spielmobil anfahren können.“ Carola Ponzelar vom Bürgerverein Stahldorf hofft, dass die Sanierung des dortigen Jugendzentrums bald abgeschlossen ist. Schließlich sei die Einrichtung mit 170 Stammgästen gut besucht. Sie wünscht sich außerdem, dass Kinder und Jugendliche auf der Spiel- und Liegewiese am Limbourgplatz wieder wie früher Fußball spielen dürfen. „Spätestens ab Nachmittag hört doch die Funktion als Liegewiese auf.“

Hinweise zu den Spielplätzen
direkt an den Kommunalbetrieb

Peter Schiffer liegen die Königshofer Spielplätze am Herzen. Speziell der Platz an der Lefarthstraße sei in einem verwahrlosten Zustand. Markus Schön sagt, eine Sanierung des Platzes sei laut Prioritätenliste nicht vor 2021 vorgesehen. Er verspricht aber, dies noch einmal zu prüfen. Klaus Lindner mahnte, vor einer Investition in einen Spielplatz grundsätzlich zu prüfen, ob das Wohnumfeld sich nicht verändert habe.

Lothar Lessmann vom Kommunalbetrieb bestätigt, dass eine solche Prüfung grundsätzlich nach Zielgruppen wie Kleinkinder oder Jugendliche sowie nach Sicherheitskriterien erfolge. Die Bürger fragen sich außerdem, an wen sie sich wenden können, wenn sie Anregungen zu den Spielplätzen oder Hinweise auf Drogen- und Alkoholmissbrauch oder zur fehlenden Sauberkeit haben. Lessmann bietet sich selbst als Ansprechpartner an ebenso wie die anwesenden Leiter der Jugendzentren.

In ernsten Fällen könne man sich auch direkt an das Ordnungsamt oder die Polizei wenden. Norbert Axnick, Leiter des Fachbereichs Jugendhilfe, empfiehlt, bei Ausschreitungen nicht bis zur Eskalation zu warten. „Wir bieten uns gerne als Mediatoren im Gespräch mit Jugendlichen an.“ wop

(wop)
Mehr von Westdeutsche Zeitung