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Alte Hasen: Vermeulen holt sich Unterstützung von Alt-OB Hauser

Alte Hasen : Vermeulen holt sich Unterstützung von Alt-OB Hauser

Die Alt-OB Hauser und Pützhofen fordern mehr regionale Zusammenarbeit.

Krefeld. Zwei wichtige Ziele legen die alten Hasen dem künftigen Oberbürgermeister von Krefeld ans Herz: Ordnung in die Finanzen bringen und eine führende Rolle in der Regionalpolitik übernehmen.

In einem ungewöhnlichen Gespräch haben die beiden Alt-Oberbürgermeister Hansheinz Hauser und Dieter Pützhofen (beide CDU) Fragen der Medien beantwortet und Unterstützung für den CDU-Bewerber Peter Vermeulen signalisiert, der aus ihrer Sicht beides leisten kann.

Am 13. September wählen die Krefelder einen neuen Oberbürgermeister. Dessen wichtigste Aufgabe sieht Hauser in der Konsolidierung des städtischen Haushalts. Der OB müsse sich dafür einsetzen, dass Bundesgelder, die zur Finanzierung von kommunalen Aufgaben gedacht sind, auch auf dem direkten Weg dort ankommen und nicht im Land versickern.

Durch Steuererhöhungen sei das nicht zu erreichen. Da ist er sich - entgegen der Position der aktuellen CDU-Fraktion im Rat — mit Pützhofen und auch mit dem Kandidaten Vermeulen einig. Der sieht die Erhöhung lediglich als Mittel zu einem genehmigten Haushalt.

Pützhofen nennt den Regionalrat und den Städtetag als wichtige Foren, wo Kommunalpolitiker etwas bewegen können: „Zudem hat Krefeld in der Regionalpolitik — vorsichtig formuliert — Nachholbedarf.“ Als Beispiel nennt er den Austritt aus der Tourismus GmbH : „Da kann man sich nur an den Kopf packen.“

Dem kann Hauser nur zustimmen. „Früher war Krefeld das Oberzentrum am Niederrhein und die Stimme für alle Kreise und Kommunen. Da haben wir für eine gemeinsame IHK gekämpft und regelmäßige Kontakte gepflegt.“

Das Wichtigste sei, dass es dem neuen OB gelingt, dass die Krefelder sich mit ihm identifizieren, sagt Pützhofen, dann komme der Rest von alleine. Gregor Kathstede habe sich in einem permanenten Wahlkampf befunden, sei oft zu Unrecht für alles Mögliche verantwortlich gemacht worden.

Die Prügel für ihn waren nicht immer gerechtfertigt, sagen Vermeulen und Hauser. Und Pützhofen ergänzt mit Blick auf die Abschiebung von Adnan Harb: „Die Bürger müssen sich daran gewöhnen, dass es Gesetze gibt, die auch für den Oberbürgermeister gelten.“

Auf die Frage, ob das Amt nicht oft den Spagat zwischen Verwaltungschef einerseits und Repräsentant andererseits fordere, sagen die beiden Erfahrenen, dass dies von den handelnden Personen abhänge. Führungs- und politische Erfahrung sowie Kenntnis der Verwaltungsstrukturen Erfahrung seien äußerst hilfreich.

„Das ist eine Frage der Organisation und der Loyalität der Beigeordneten“, findet Hauser. Und Pützhofen ergänzt: „Nach einer Übergangsphase weg vom Ehren- zum Hauptamt stellen wir fest, dass das neue System sich seine Spitzenkandidaten sucht.“ Vermeulen als Verwaltungsmann sei ein solcher Typ.