Verkehrserziehung: Auf dem Schulhof gibt es keine Ampeln

Verkehrserziehung: Auf dem Schulhof gibt es keine Ampeln

Am Arndt-Gymnasium müssen Sechstklässler ihre Fähigkeiten auf dem Fahrrad beweisen.

Krefeld. Gleich geht’s los: Die Klasse 6b des Arndt-Gymnasiums gibt ein Fahrradklingelkonzert, während Lehrer Ansgar Schmitz fleißig Leibchen verteilt. Verkehrserziehung steht auf dem Stundenplan.

Zunächst werden die Fahrräder auf Straßentauglichkeit überprüft. Susanne Königs und Rolf Rönsch von der Verkehrswacht nehmen ähnlich wie beim TÜV Satteleinstellung, Klingeln und Licht unter die Lupe. Von 30 Kindern erhalten 28 die Plakette für ihr Fahrrad. Die beiden übrigen können sich die Plakette nach Behebung kleiner Mängel beim Lehrer abholen. "Ansonsten sind die Fahrräder in einem Super-Zustand", sagt Susanne Königs.

Nun geht es auf den Parcours. Hier sind die motorischen Fähigkeiten der Schüler gefragt. Am Anfang ist Slalom angesagt. Hier gibt Rolf Rönsch einige Tipps: "Schön gleichmäßig. Je langsamer du fährst, desto besser schaffst du es." Auf der Zielgeraden folgt die Wippe mit anschließendem Bremstest. Rönsch hat nach 15 Jahren Erfahrung bei der Verkehrswacht ein geschultes Auge: "Hier kann man sehr schnell erkennen, welches Kind oft Fahrrad fährt."

Wenn der Fahrradparcours gemeistert ist, geht es richtig los. "Der Schulhof ist ziemlich klein, hier gibt es auch keine Ampeln", sagt Rolf Rönsch. Deshalb folgt eine Tour um die Schule herum. Lehrer Ansgar Schmitz weist seine Schüler kurz ein und schickt sie dann los.

Leon Stuhlmann ist als nächster an der Reihe: "Ich bin nicht aufgeregt. Wir haben das ja schon mal in der Grundschule gemacht", erzählt er.

Eltern, die den Nachmittag betreuen, sind entlang der Route als Streckenposten aufgestellt. Sie sollen das Verhalten der Kinder im Straßenverkehr beobachten.

Im Anschluss werden die Erfahrungen besprochen. Ihr Beruf macht den beiden Polizisten in diesen Fällen besonders viel Spaß; "Die Arbeit mit den Kindern ist ausgezeichnet."

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