Verhandlung um die Alte Post im Ausschuss geht weiter

Verhandlung um die Alte Post im Ausschuss geht weiter

Der Verein Kunst und Krefeld bietet 20 000 Euro weniger als die Stadt verlangt.

Krefeld. Das Thema Alte Post soll auf die Tagesordnung des Liegenschaftsausschusses, Vorsitz Ulrich Hahnen (SPD), am 30. Januar gesetzt werden. Darauf einigte sich die Bezirksvertretung West (BZV) in der jüngsten Sitzung. Restaurator Christoph Tölke aus Hüls stellte dort als Vorsitzender das Projekt des Vereins Kunst und Krefeld vor. Seit einem halben Jahr verhandelt der heimatlose Verein Kunst und Krefeld mit der Stadt über Kauf oder Anmietung von Räumen im historischen Gebäude an der Steinstraße. Im Blick steht die frühere Schalterhalle im Erdgeschoss des Buschhüter-Hauses.

Im Erdgeschoss der Alten Post könnten die Anforderungen annähernd erfüllt werden, sagt Tölke. Mit diesem Schritt könnte der Verein im Namen der Stadt die Aufgabe einer städtischen Galerie übernehmen. „Wir haben unsere Vorstellungen auf den Tisch gelegt“, sagt Restaurator Tölke, „den nächsten Schritt muss die Stadt gehen.“ In der BZV wurden auch Zahlen genannt. Der Verein habe demnach rund 150 000 Euro als Kaufpreis für die rund 120 Quadratmeter Nutzfläche geboten, die Stadt verlange 20 000 Euro mehr. „Die Stadt sollte froh sein über eine nachhaltige Nutzung“, stellte Klaus Menzer für die SPD fest. Mit dem Verein käme neues Leben in ein bauliches Kleinod der Stadt.

Der 2004 gegründete Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern will in der ehemaligen Schalterhalle im Erdgeschoss einen Ausstellungsbetrieb einrichten, eine Geschäftsstelle betreiben, die Sammlung aufbauen, Datenerfassung, Recherche und einen Bibliotheksbetrieb sicher stellen. Christoph Tölke: „Die anderen Eigentümer des Hauses würden uns sehr gerne aufnehmen. Nicht zuletzt würde das Umfeld am Corneliusplatz in besonderer Weise aufgewertet.“

Das ehemalige Postgebäude am kleinen Platz an der Schnittstelle von Linden-, Dreikönig-, Stein- und Corneliusstraße wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts von Karl Buschhüter im Auftrag der Witwe Krieger entworfen und 1907 errichtet.

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