Unparteiisch Unwetterwarnungen in Krefeld in den Wind geschlagen?

Krefeld · Klappt die Kommunikation bei Schulen und Kitas, wenn ein Sturmtief über Krefeld hinwegfegt? Die CDU stellt das in Frage. Ein Überblick.

 Wenn ein Sturmtief aufzieht, kann die Stadt nur Empfehlungen an Schulen aussprechen.

Wenn ein Sturmtief aufzieht, kann die Stadt nur Empfehlungen an Schulen aussprechen.

Foto: picture alliance / dpa/Stefan Sauer

Der Antrag Im Februar fegte Sturmtief „Sabine“ auch über Krefeld hinweg. Normaler Unterricht fand am 10. Februar in den Krefelder Schulen daher nicht statt. Im nächsten Schulausschuss, der bereits im März zusammenkommen sollte, nun aber frühestens nach dem 3. Mai stattfinden wird, hat die CDU-Fraktion dazu die Anfrage gestellt: „Inwiefern hat der Informationsfluss der Kindertageseinrichtungen und der Schulen über Verhaltensregeln beim Sturmtief ‚Sabine‘ am 8. Februar 2020 funktioniert?“

Der Hintergrund In einem älteren Antrag zu einem vorangegangenen Sturm hatte die CDU bereits gefragt, wie im Unwetterfall die Sicherheit der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Schulen gewährleistet werde und wie künftig mit Unwetterwarnungen umzugehen sei. Schulamtsleiter Jürgen Maas habe daraufhin erklärt, es habe klare Regelungen und Empfehlungen der Verwaltung gegeben, an die sich die Schulen aber teilweise nicht gehalten hätten.

Die Bewertung Die Christdemokraten wollen offenbar feststellen, ob die Stadt die Einhaltung ihrer Empfehlungen bei Sturm „Sabine“ an den Schulen stärker forciert hat. Gleichzeitig wird impliziert, die vorhergegangene Nichteinhaltung von Empfehlungen habe möglicherweise etwas mit schlechter Kommunikation seitens der Verwaltung zu tun. Tatsächlich ist es aber so, dass die Schulleitungen der Dienstaufsicht des Landes unterliegen. Dies ist auch der Grund, warum die Stadt nur Empfehlungen und keine Anweisungen an die Schulen geben kann.

Entsprechend hat die Stadtverwaltung am 8. Februar die Schulen folgendermaßen informiert: „Angesichts der sich verfestigenden Unwetterprognosen hat die Stadt Krefeld nunmehr entschieden, dass am Montag, 10. Februar 2020, die gefahrlose Erreichbarkeit von Schulen und ein sicherer Unterrichtsbetrieb nicht garantiert werden können. Aus diesem Grunde legt der Schulträger fest, dass an diesem Tag an allen Schulen in städtischer Trägerschaft kein Unterricht stattfinden soll.“ Der Verwaltung sei nicht bekannt geworden, dass sich Schulen dieser Anordnung nicht angeschlossen haben, so Stadtsprecherin Angelika Peters.

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