Uerdinger und Linner fordern Polizeikontrollen

Verkehrsprobleme : Uerdingen: Anwohnerin fordert Polizeikontrollen

Brigitte Laase appelliert an Kommunalbetrieb und Ordnungshüter, damit Lkw-Probleme entschärft werden.

Nach der Berichterstattung über die Lkw-Flut in Uerdingen und Linn sorgen sich die Anwohner einen Tag vor dem Schulbeginn weiter um die Sicherheit insbesondere der Kinder. Aber auch erwachsene Fußgänger und Radfahrer seien durch die Folgen der Umleitung über die Mündelheimer und Westpreußenstraße gefährdet. Leserin Brigitte Laase fordert jetzt sogar die Unterstützung der Polizei, um Schlimmeres zu verhindern.

Wie berichtet, hatten etwa 30 Anwohner in der vergangenen Woche an der Kreuzung Linner/Ecke Mündelheimer Straße gegen die regelrechte Invasion der Lastwagen durch die Umleitung aufgrund der Bauarbeiten für den Kreisverkehr Floßstraße/Düsseldorfer Straße protestiert. „Die Umleitung ist zwar gut gemeint, funktioniert aber ganz und gar nicht. Es ergeben sich lebensbedrohliche Situationen sowohl auf den Kreuzungen der Mündelheimer Straße als auch Westpreußenstraße“, berichtet Brigitte Laase. Ursache dafür seien völlig überlastete Straßen und Kreuzungen, auf denen sich Autofahrer gegenseitig blockierten und deshalb genervt und überfordert seien. „Dabei werden Fußgänger und Radfahrer gar nicht mehr beachtet, sodass es dort schon sehr oft zu Beinahe-Unfällen gekommen ist. Auch ich selbst habe dies erlebt. An beiden Kreuzungen ist unbedingt Polizeikontrolle erforderlich.“

Gefährlich sei auch die Situation auf der Westpreußenstraße. Schwere Laster schlängelten sich zentimeternah an geparkten Autos vorbei – dazwischen Pkw-Fahrer und manchmal Radfahrer. „Bitte hier unbedingt ein Parkverbot einrichten. Am besten beidseits. Und vielleicht die Geschwindigkeit auf 40  Stundenkilometer reduzieren – und kontrollieren lassen“, fordert Brigitte Laase in einem Brief an den für die Straßen zuständigen Kommunalbetrieb der Stadt.

„Die Schulkinder werden
überfordert sein“

Betroffen seien ab Mittwoch insbesondere Schulkinder, wenn sie von Linn aus zur Ter-Meer-Schule-Gesamtschule Uerdingen, zum Stadtparkgymnasium, zum Fabritianum oder auch zur Grundschule Kohlplatzweg müssten. Laase: „Sie alle werden sehr stark gefährdet und zum großen Teil selbst überfordert sein, die Situationen auf der Straße richtig einzuschätzen. Im Interesse aller Uerdinger und Linner bitte ich dringend um sofortige Reaktion – bevor der erste Unfall tatsächlich passiert.“

Ein Folgeproblem der überlasteten Straßen: Autofahrer suchten sich Alternativrouten. Zum Beispiel über die Königsberger Straße links in die Hafenstraße. „Dabei benutzen sie die Tempo-30-Zone am Kindergarten. Oft wird dabei das Tempolimit missachtet.“ Und der Fußgänger-Überweg an der Rademacher Straße sei wegen der Kurve der Hafenstraße ohnehin gefährlich, weil unübersichtlich. Die Bepflanzung an den Parkbuchten verstärke die Gefahr noch. „Hier würde ich mir einen bodennahen Rückschnitt der Sträucher, sowie ein Hinweisschild auf Fußgänger wünschen.“ hmn

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