Weihnachtssingen Über 1000 Krefelder singen bei Nieselregen auf der Rennbahn

Das Weihnachtssingen lockt nach der Corona-Pause wieder viele textsichere Bürger. Die Veranstalter und Besucher macht das glücklich.

 Erfreuten sich am Singen (v.l.): Jana Hoppe, Luise, Maila, Elke von Harpe, Ida und Verena Petzinna.

Erfreuten sich am Singen (v.l.): Jana Hoppe, Luise, Maila, Elke von Harpe, Ida und Verena Petzinna.

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

„Leise rieselt der Schnee“, klingt aus den Mündern des Schönwasserchors und dem Schulchor der Katholischen Grundschule an der Burg. Gemeinsam stehen beide auf der Bühne des Krefelder Weihnachtssingens. Vor der Corona-Pandemie ein Zuschauermagnet an der Rennbahn, in diesem Jahr nach zwei Jahren Pause in den Stadtwald zurückgekehrt: „Wir wollen den Menschen die Rennbahn auch außerhalb der Rennen näherbringen. Es ist toll, wie die Krefelder das annehmen“, zeigt sich Jan Schreurs, der erste Vorsitzende des Rennclubs, sehr zufrieden. Auch Tania Cosman vom Rennclub ist bereits wenige Minute vor dem Auftakt glücklich: „Wir können schon jetzt sagen, dass das Singen sehr gut angenommen wird.“ Nachdem die Veranstalter bereits im vergangenen Jahr auf eine Rückkehr gehofft hatten, konnten in diesem Jahr wieder über 1000 Menschen auf der Tribüne der Rennbahn Platz nehmen.

„In Weihnachtsstimmung kommen“ – Besucher begeistert

Bereits auf dem Parkplatz vor der Rennbahn ist die Vorfreude der meisten Besucher spürbar. Zugegeben: Weihnachtsstimmung bei zehn Grad und Nieselregen zu erreichen, das ist etwas schwierig. Deshalb sollen die 14 Weihnachtslieder, vorgetragen vom Schönwasserchor Krefeld und dem Schulchor der Grundschule an der Burg, helfen. „36 Kinder nehmen voller Freude beim Weihnachtssingen teil“, erzählt Konrektorin Nicole Hitschler.

Marion Rinsch und Gerda Niesel sind zusammen zum Weihnachtssingen gekommen. Die beiden Krefelderinnen wollen in Weihnachtsstimmung kommen, sind dabei textsicher: „Schneeflöckchen ist durch meine Enkelkinder zu meinem Lieblingslied geworden“, erzählt Niesel. Eine deutlich weitere Anreise haben Verena Petzinna und ihre Familie. Früher hätten sie in Krefeld gelebt, das Weihnachtssingen hätten sie auch öfter besucht, nun steht der Familienbesuch: „Wir waren schon hier, als alles noch etwas kleiner war, aber es ist jedes Jahr wieder schön.“ Ihr persönliches Lieblingslied sei „Stille Nacht, heilige Nacht“. Mit einem breiten lächeln räumt sie aber ein, dass ihre Kinder das vermutlich ein wenig anders sehen würden.

Neben den gesanglichen Einlagen sorgen weitere Aktionen für eine weihnachtlich gemütliche Stimmung. So verkauft unter anderem der Rotary Club Glühweihn zugunsten der Regenbogenschule, zudem verschenkt die Bürgerstiftung Kerzen. Oberbürgermeister Frank Meyer verliest überdies eine Weihnachtsgeschichte.

Bereits vor dem Singen sagt Cosman: „Die Idee ist, die Krefelder auf die Rennbahn einzuladen.“ Deshalb sei auch der Eintritt frei gewesen. Das kommt spürbar an: Im leichten Nieselregen entwickelt sich mithilfe der weihnachtlichen Gesangseinlagen dann doch noch eine beachtliche Weihnachtsstimmung.

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