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U 3-Betreuung: Krefeld erwartet 50 Prozent Bedarf

U 3-Betreuung: Krefeld erwartet 50 Prozent Bedarf

Die Deckung liegt bei 35 Prozent und damit im NRW-Mittel. Strategie: Mehr Eigenbau, Festanstellung von Fachkräften.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren steigt seit Jahren. Auch in Krefeld ist die Nachfrage deutlich gewachsen. Krefelds Bildungsdezernent Markus Schön ist zuversichtlich: „Wir haben den Rechtsanspruch fast erreicht und liegen auch im Städtevergleich etwa im Mittel. Aber wir müssen noch deutlich mehr tun. Wir planen derzeit mit einer Deckung von 40 Prozent und werden einen Bedarf von 50 bekommen.“

Schön betont das erklärte Ziel der Stadt, ein bedarfsdeckendes Angebot an Betreuungsplätzen für alle Altersgruppen in Kindertageseinrichtungen anbieten zu können. Das gelte auch für die Kindertagespflege. Und Schön weiß, dass die Stadt Krefeld da noch einiges zu tun hat. Denn sowohl bei der aktuellen Bedarfsquote von 40 Prozent für U3-Plätze sowie bei der von 96 Prozent der Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren liegt die Stadt — Stand heute — nicht im Soll. 34,4 Prozent U3 und 95,5 Prozent für alle Regelkinder sind zu wenig. Man arbeite, heißt es, weiter mit Hochdruck am Ausbau von Kita-Plätzen.

Einige Beispiele: Am 1. August konnte die Kita Hubertusstraße mit 130 neuen Plätzen an den Start gehen. Zudem sind im aktuellen Kindergartenjahr die Inbetriebnahmen von weiteren Kitas an der Clarenbachhaus, der Ispelsstraße, der Luisenstraße geplant sowie die Erweiterung am Krützboomweg. Volumen insgesamt rund 310 Plätze, knapp 100 davon sind für die U3-Betreuung bestimmt. „Trotz dieser Fortschritte kann noch nicht jedem Krefelder Kind der gewünschte Platz angeboten werden“, sagt Sonja Pommeranz, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe.

Dezernent Schön beschreibt die Strategie der Stadt so: „Wir suchen weiter nach Grundstücken, auf denen wir neue Kitas bauen können. Dieses Problem der Unterdeckung, auch durch den Zuzug von Migrantenkindern, haben viele Städte ebenso.“ Vorteil Krefelds sei aber etwa die Kooperation mit dem Vera-Beckers-Berufskolleg und die damit verbundene Ausbildung von überall gesuchten Fachkräften vor Ort. „Bei dieser Problematik stehen wir deutlich besser da als etwa Mönchengladbach oder Düsseldorf. Wir stellen zudem entfristet an und sind fortlaufend auf der Suche.“ mip