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Krefeld: Tipps für einen sicheren Weg zur Schule

Krefeld : Tipps für einen sicheren Weg zur Schule

Das neue Schuljahr beginnt — und damit auch die Sorge vor Unfällen. Die WZ gibt Tipps fürs richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Krefeld. Sechs Wochen Ferien können so kurz sein: Für 25 000 Schüler (ohne Berufskolleg) in Krefeld beginnt am Mittwoch das neue Schuljahr. Und damit auch allmorgendlich das rege Treiben auf den verschiedenen Verkehrswegen zur Schule — und am frühen oder späten Nachmittag wieder zurück. Ob zu Fuß, mit Bus oder Bahn, dem Fahrrad oder von Mama und Papa mit dem Auto kutschiert: Vor allem die jüngsten Schüler müssen sich erst an viele neue Situationen im Straßenverkehr gewöhnen. Allein 1993 i-Dötze werden in Krefeld in diesem Jahr eingeschult.

Für Rainer Behrens von der Verkehrswacht Krefeld zählen sie ebenso wie die Schulwechsler (5. Klasse) zu den Gruppen von Schülern, die intensiv an ihre neuen Schulwege gewöhnt werden müssen. Und die Gefahren, die auf ihnen lauern. Die WZ hat wichtige Tipps von Verkehrswacht und Polizei zum Start in das neue Schuljahr zusammengefasst.

Wohnen Familien nicht zu weit von der jeweiligen Grundschule entfernt, empfehlen Verkehrswacht und Polizei den Eltern, den Schulweg zusammen mit ihren Kindern zu Fuß abzugehen und auf Gefahrenstellen hinzuweisen. „Es muss dabei nicht immer der kürzeste Weg sein. Der sichere Weg ist bestimmt der bessere“, sagt Rainer Behrens. Bei der Auswahl des Schulweges sollte auf die Belange des Kindes geachtet werden. Wo wohnt beispielsweise ein befreundetes Kind, mit dem man gemeinsam den Weg zur Schule gehen möchte? „Eine etwas abgesetzte Kontrolle des Eingeübten, aber nicht zu auffällig, kann den Eltern ganz sicher auch ein besseres Gefühl geben“, sagt Behrens.

Bei Wechslern von der Grund- auf eine weiterführende Schule können vor allem ungeübte Fahrten mit neuen Verkehrsmitteln Probleme bereiten. Auch hier gilt: Die neuen Schulwege sollten in den ersten Tagen oder Wochen in Begleitung der Eltern absolviert werden. Danach könnten auch Fünftklässler — am besten in Begleitung von Klassenkameraden — allein den Weg zur Schule bestreiten. Ob bei der Fahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad: Eltern sollten mit ihren Kindern immer besondere Gefahrenpunkte und dementsprechende Lösungen besprechen.

Gerade die i-Dötzchen werden in den ersten Wochen von den Eltern häufig mit dem Auto zur Schule gebracht. „Teilweise kommt es aus diesem gut gemeinten Schutzgedanken heraus zu chaotischen Situationen vor den Schulen, weil die Eltern ihre Kinder am liebsten direkt bis in die Klassenzimmer fahren würden“, sagt Behrens. Abhilfe sollen hierbei sogenannte Elternhaltestellen schaffen, an denen Eltern in nicht allzu großer Entfernung zur Schule parken können, um ihre Kinder von dort aus zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Nach der ersten Elternhaltestelle an der Edith-Stein-Schule wird ab heute auch eine Extraparkmöglichkeit an der Südschule in Fischeln in Betrieb genommen. Weitere Elternhaltestellen in Lindental (Städtische GS Gießerpfad) und Uerdingen (Paul-Gerhardt-Schule) sollen folgen.

Mit Beginn des Schuljahres werden an den Schulen auch wieder Verkehrserziehungsmaßnahmen und Aktionen wie „Toter Winkel“ oder „Black Box“ durchgeführt. Die Polizei wird zu Schulanfang im Straßenraum verstärkt auf das Verhalten von Schülern und Eltern achten und sie bei Problemen unterstützen. Zudem sollen gezielt Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen durchgeführt werden.