1. NRW
  2. Krefeld

Tierquälerei: Warten auf die Forensik

Tierquälerei: Warten auf die Forensik

Die Ermittler müssen jetzt auf die Ergebnisse der Untersuchung von möglichen Fingerabdrücken und DNA-Spuren durch das Landeskriminalamt warten. Die Untersuchung kann Monate dauern.

Krefeld. Nach dem Fund des erstochenen Schafs auf einer Weide im Hülser Bruch im Bereich Langendyk/Vobis hat die Polizei die Zeugenvernehmung abgeschlossen und ausgewertet. Die Ermittler müssen jetzt auf die Ergebnisse der Untersuchung von möglichen Fingerabdrücken und DNA-Spuren durch das Landeskriminalamt warten.

Untersucht werden nach der Tat von Samstag das auf der Weide gefundene Messer und eine Plane oder Decke, unter dem das tote Tier gelegen hat. Bei DNA-Analysen haben Verbrechen allerdings Vorrang vor Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, so dass sich die Ermittler vorerst in Geduld üben müssen. Die Rede ist wegen der Priorität von bis zu drei Monaten oder länger. Erst dann wird auch die strafrechtliche Bewertung klar sein, die nach dem Jugendgerichtsgesetz erfolgt.

Oberstaatsanwalt Axel Stahl sagte am Dienstag gegenüber der WZ: „Wir sind nicht unglücklich darüber, dass die Familie die unter starkem Tatverdacht stehende 17-Jährige selbst in die Psychiatrie gebracht hat.“ Am Sonntag sei darüber diskutiert worden, ob man die verdächtige Jugendliche nicht einstweilig unterbringen müsse oder könne. Ein Mediziner hätte zustimmen, ein Richter hätten das anordnen müsse. Für eine Untersuchungshaft habedie Sachlage nicht gereicht. kage