Taxifahrer soll Schaden für UdU übernehmen

UdU-Uhr : Versicherung soll Reparatur von Krefelder Wahrzeichen UdU zahlen

Ein Taxifahrer hat Krefelds Wahrzeichen UdU umgefahren. Nun soll die Uhr schnell repariert werden. Auf den Kosten will die Stadt jedoch nicht sitzenbleiben.

Nur wer sich am Ostwall Höhe UdU (Unter der Uhr) auskennt, dem fällt auf, welches Detail im Straßenraum fehlt: Die nostalgische grüne, große Standuhr. Ein Taxifahrer hatte sie beim Rangieren Samstagabend „umgefahren“. Die UdU-Uhr soll demnächst im Auftrag der Stadt wieder aufgebaut werden. „Aber doch nicht mit Haushaltsmitteln?!“, sagt eine namentlich bekannte WZ-Leserin empört, und ist mit der Ansicht nicht allein. Die WZ hat nachgefragt.

„Die Uhr wird über das Budget für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung vorfinanziert und über die Versicherung des Unfallverursachers refinanziert“, erklärt Stadtsprecher Manuel Kölker. Wie hoch der Schaden ist, kann er derzeit noch nicht sagen. Die in mehrere Teile zerborstene Uhr liegt auf dem Betriebshof der SWK. Gutachter werden in den nächsten Tagen den Schaden aufnehmen.

CDU-Fraktionschef Philibert Reuters hatte in der WZ dafür geworben, dass die Uhr rasch wieder aufgebaut wird. Die Kosten könnten aus laufenden Mitteln des Haushalts finanziert werden. Wie bei anderen Sachbeschädigungen allerdings auch, wendet sich die Stadt an die Versicherung des Verursachers. In dem Falle ist der Name des 29-jährigen Taxifahrers bekannt. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung liegt laut Polizei gegen ihn nicht vor. „Das ist ein klassischer Versicherungsfall“, sagt Pressesprecher Daniel Uebber.

Erst im vergangenen April war die Uhr repariert worden, nachdem die Zeiger monatelang nur die Zeit fünf vor fünf angezeigt hatten. Die Uhr in ihrer heutigen Form ist am 22. März 1985 am Ostwall 166 in Betrieb genommen worden. Der Bereich Ostwall/Ecke Rheinstraße war jedoch schon in den 1950er-Jahren ein beliebter Treffpunkt für Schüler mit dem einprägsamen Namen „UdU – Unter der Uhr“. Dort, wo heute die Eisdiele ist, stand damals bereits eine große Uhr.

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